Sexspielchen „zünden“ ungemein!
Viele Paare gestalten ihr Sexleben mit unterschiedlichen Sexspielchen abwechslungsreicher. Wieso „zünden“ Sexspielchen eigentlich dermaßen?
Sexspielchen sind etwas für Erwachsenen, was bedeutet, dass Urteilsvermögen und Fantasie Grundvoraussetzungen zur Erreichung der Wolke sieben sind. (jlp)
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Mit Sexspielchen den Sex aufregender gestalten
Wenn in Bezug auf Sexspielchen die Rede ist, sollte man eine klare Linie zwischen einem Fetisch und Dingen ziehen, die eine Person sozusagen unter Zwang macht. Sexspielchen sollen nämlich beiden oder allen Beteiligten Spaß machen und Abwechslung ins Liebesleben bringen. Gelegentliche Sexspielchen sind wie ein frisches Gewürz, während ein Fetischist das Spiel an sich oder einen Gegenstand, um den sich das Sexspielchen dreht, zu genießen weiß. Sexspielchen können auch sehr unterhaltsam sein. So kann den Mann zum Beispiel das Gefühl reizen, seiner Partnerin für den Sex zu bezahlen. Sie schlüpfen demnach in die Rolle der Prostituierten und ihres Freiers, wobei das Szenario des Sexspielchens es vorsieht, dass er sie packt, in einen anderen Raum bringt und dort nimmt.
Nicht alle mögen Sexspielchen
Es gibt nicht wenige Menschen, die Sexspielchen in Vorhinein ablehnen, weil sie der Meinung sind, dass diese dem Sex die Seele rauben. Sexspielchen bedeuten, dass sich die Partner vorstellen, mit einer anderen Person Sex zu haben, was wiederum bedeutet, dass das bestehende Liebesleben schlecht und unbefriedigend sein soll. Aber im Grunde genommen sind Sexspielchen nichts anderes als ein einfacher Weg, die andere Seite des Partners aufleben zu lassen. Mithilfe der Sexspielchen können die Partner somit ihr Leben lang zusammen ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten entwickeln und erforschen. Es geht einfach darum, unter dem unterhaltsamen und erregenden Schleier eines Sexspielchen die eigene Persönlichkeit und die des Partners zu ergründen.
Denken Sie sich ein Szenario für ihr Sexspielchen aus, schlüpfen Sie in Ihre Rollen und geben Sie sich der Lust des Unkontrollierten hin. (jlp)
Mysteriöse Sexspielchen sind umso aufregender
„Gegensätze ziehen sich an.“ In Bezug auf Sexspielchen trifft das vielleicht noch mehr zu, da man schon von Kind auf von der unbekannten, verbotenen Frucht angezogen wird. Wieso sollte das beim Sex auch anders sein?
Harold Pinter hat diesbezüglich sogar ein kurzes Theaterstück geschrieben. Es fängt mit der morgendlichen Routine an, der Mann bereitet sich für die Arbeit vor, gibt der Frau einen Kuss und verlässt das Haus. Daraufhin macht sich die Ehefrau zurecht, weil sie ihren Liebhaber erwartet. Sie zieht sich verführerisch an und schafft die entsprechende Atmosphäre. Nach wenigen Minuten ist der Liebhaber auch schon da, ein vollkommener Gegenpart zum Ehemann, leidenschaftlich und verspielt. Aber im Grunde genommen sind der Liebhaber und der Ehemann ein und dieselbe Person, der Ehemann hat sich lediglich umgezogen. Das Ehepaar schreitet weiter zum Geschlechtsverkehr, verbleibt aber die ganze Zeit bei ihren Rollen. Als dann der „Liebhaber“ geht, kommt der langweilige Ehemann wieder nachhause. Das Theaterstück führt sehr anschaulich vor Augen, wie reizvoll ein solches Sexspielchen, in diesem Falle ein Rollenspiel, sein kann.
Einige Menschen haben noch heute falsche Vorstellungen über Sexspielchen. Vielleich fehlen ihnen gerade diese zu einer vollkommenen sexuellen Erfahrung.
Etwas „härtere“ Sexspielchen
Wenn Sie es härter mögen, dann empfiehlt Comfort in seinem Buch Dominanz- und Bondagespiele, Sexspielchen, bei denen einer der Partner sich dem anderen unterwerfen, ihm gehorchen und jeden seiner Befehle ausführen muss. Auch auf diese Weise können die Partner einen anderen, nicht alltäglichen Teil ihrer Persönlichkeit ausleben und dadurch das Vertrauen zum Partner steigern. Comfort erklärt: „Die Spielregeln bei den Sexspielchen gleichen jenen bei Kinderspielen – man unterbricht das Spiel, wenn es nicht mehr lustig ist, wenn es keinen Spaß macht oder unangenehm wird.“
Freud und die Sexspielchen
Es werden sich immer Menschen finden, die behaupten werden, dass Sexspielchen kindisch und ein Beweis für Unreife sind. Zur Bekräftigung dieser Meinung hat auch Freud sehr viel dazu beigetragen, indem er in die Welt der Sexualität den Begriff Infantilität (kindisches Wesen) einführte. Anderer Meinung war der amerikanische Psychologe Abraham Maslow, der meinte, dass lediglich eine erwachsene Person, die auf die eigenen Fähigkeiten vertraut und sich selbst verwirklichen möchte, in der Lage ist, wie ein Kind zu spielen und dadurch bei seelischer Gesundheit zu bleiben.
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