Sind die künstliche Befruchtung und die Adoption teuer?
Wir verraten Ihnen, welche Kosten bei einer künstlichen Befruchtung und bei einer Adoption entstehen, damit Ihr unerfüllter Kinderwunsch bald in Erfüllung gehen kann.
Die künstliche Befruchtung ist eine gute Möglichkeit für Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch. (jlp)
Alle glücklichen Eltern sagen, dass ihr Kind das wertvollste ist, was sie haben. Die einfachste und auch die billigste Möglichkeit, ein Kind zu bekommen, ist die altbewährte „Storchmethode“ – Sie wissen ja, die Mutti und der Vati haben sich lieb und dann bringt der Storch ein Baby. Das klappt aber nicht immer. Unfruchtbaren Paaren, für die dieser Weg nicht infrage kommt, bleiben noch die Adoption und die künstliche Befruchtung. Die Kosten, die dabei entstehen, sind jedoch nicht zu unterschätzen.
Die künstliche Befruchtung
Die künstliche Befruchtung wird bei Paaren angewandt, die seit mindestens einem Jahr erfolglos versuchen, schwanger zu werden. Dabei wird die Eizelle auf künstlichem Weg mit Sperma befruchtet. In Deutschland wird ein Teil der Kosten für die künstliche Befruchtung unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel bis zu 50 % der Behandlungskosten. Falls der Versuch innerhalb des natürlichen Zyklus stattfindet, dann stehen dem Paar bis zu acht Versuche zu, wenn dazu noch eine hormonelle Therapie erfolgt, finanziert die Krankenkasse drei Versuche. Wenn ein Paar privat versichert ist, dann werden in der Regel die Kosten der ersten drei Versuche von der privaten Krankenkasse übernommen, es muss jedoch die Aussicht auf eine Schwangerschaft bestehen. Unverheiratete Paare müssen die gesamten Kosten für die künstliche Befruchtung selbst übernehmen.
Ein Teil der Kosten für die künstliche Befruchtung wird von der Krankenkasse übernommen. (jlp)
Nehmen wir die Kosten für die künstliche Befruchtung etwas genauer unter die Lupe. Ein Versuch kostet durchschnittlich zwischen 3000 und 4000 Euro. Die meisten Paare benötigen jedoch im Durchschnitt drei Versuche, bis die Schwangerschaft eintritt. Das ergibt zusammen eine stolze Summe, deswegen können sich viele Paare ohne die Unterstützung einer Krankenkasse keine künstliche Befruchtung leisten.
Die Adoption als Alternative zur künstlichen Befruchtung
Im Unterschied zur künstlichen Befruchtung ist eine Adoption natürlich kostenlos, da wir andernfalls von Menschenhandel sprechen würden. Es fallen aber trotzdem verschiedene Kosten an, wie zum Beispiel für Beglaubigungen, Führungszeugnisse und Notare. Ein Paar, das sich für eine Adoption entscheidet, muss zuerst das Jugendamt kontaktieren. Dann wird es zum Gespräch eingeladen und muss anschließend einen Fragebogen ausfüllen. Danach beginnt ein langwieriges Eignungsverfahren, wo genau geprüft wird, ob das Paar überhaupt alle Voraussetzungen für eine Adoption erfüllt. Danach heißt es abwarten, da die Wartezeiten meistens sehr lang sind.
Bei einer Adoption gibt es zwar lange Wartezeiten, aber das Warten lohnt sich. (jlp)
Paare können sich für eine Inlandsadoption entscheiden oder ein Kind aus dem Ausland adoptieren. Bei der zweiten Möglichkeit fallen allerdings weitere Kosten an, da alle Dokumente übersetzt und Verfahrenskosten im Herkunftsland übernommen werden müssen. Bei einer Auslandsadoption muss man noch zusätzlich aufpassen, dass man nicht auf eine dubiose Adoptionsagentur hereinfällt, der es nur ums Geld geht, und zwar auf Kosten von verzweifelten Paaren, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind.
Ein Kind ist das wertvollste, was es auf der Welt gibt. Wenn Sie nur daran denken, wie viel Geld Sie für völlig überflüssige Dinge ausgeben, dann sind die Kosten einer künstlichen Befruchtung oder einer Adoption gar nicht mehr so hoch.

































