Spricht Pornografie für oder gegen Frauen?
Gegner der Pornografie meinen, dass diese erniedrigend für die Frauen ist und Gewalt fördert. Und was meinen die Befürworter der Pornografie?
Jeder Mensch hat das Recht zur eigenen Meinung über Pornografie. (PhotoXpress)
Schon Mitglied bei Intimate Medicine? Registriere dich kostenlos oder folge uns auf Facebook!
Ist Pornografie erniedrigend für die Frau oder stärkt sie ihre Macht?
Manche Menschen sind der Überzeugung, dass Pornografie zu Vergewaltigungen anregt, dass Pornografie erniedrigend für die Frauen ist, weil sie in den Filmen zu Lustobjekten degradiert werden. Die Folge sei ein inakzeptables Verhalten der Männer, die sich von ihren Partnerinnen beim Geschlechtsverkehr erniedrigende Dinge wünschen. Ihrer Meinung nach müsste Pornografie ganz verboten werden, da sie für den Untergang der modernen Welt verantwortlich ist.
Ihre Gegner bzw. die Befürworter der Pornografie sehen in ihr jedoch lediglich den Ausdruck versteckter Fantasien, die unser aller Liebesleben verbessern können. Ihrer Meinung nach verhindert Pornografie sexuelle Übergriffe, da sie den Menschen die Befriedigung ihrer Bedürfnisse bietet, welche sie sonst auf eine illegale Weise stillen würden. Radikale Feministinnen behaupten sogar, dass Pornografie die Macht der Frauen steigert, da sie ihnen auf eine bestimmte Weise ermöglicht, der gesellschaftlich zugeschriebenen Rolle der Mutter und Ehefrau zu entfliehen.
Pornografie in den Augen der Fachwelt
In letzter Zeit wurde intensiv an der Verbindung zwischen Pornografie und Sexualdelikten geforscht. Es konnte ermittelt werden, dass an Orten, an denen die Pornografie leichter zugänglich wurde, die Zahl der Sexualdelikte zurückging oder zumindest nicht wesentlich erhöht wurde. Nur wenige Studien konnten die Pornografie mit sexuellen Straftaten in Verbindung bringen, doch keine konnte eine unmittelbare Verbindung bestätigen. Für die gestiegenen Vergewaltigungszahlen der letzten Jahre sind nämlich viel komplexere Gründe verantwortlich, die ihren Ursprung in den Veränderungen der gemeinen psychischen Gesundheit und der Methodologie der Aufdeckung von Straftaten haben.
Außerdem konnte keine Verbindung zwischen Pornografie und einem erniedrigenden Verhältnis der Männer gegenüber Frauen festgestellt werden. Gerade das Gegenteil war der Fall, denn einige Studien, an denen nur Frauen beteiligt waren, haben gezeigt, dass Männer, die sich Pornografie anschauen, ein liebevolleres Verhältnis zu ihrer Partnerin haben als Männer, die Pornografie stark verurteilen. Doch andererseits wurde die Pornografie von den Frauen zum Hauptschuldigen für den Zerfall ihrer Beziehung gemacht.
Die Pornografie war demnach in den Augen der Wissenschaft nie für Straftaten oder anderweitiges schädliches Verhalten verantwortlich. Auf jeden Fall ist das Verständnis der Pornografie Sache jedes Einzelnen, der das Recht hat, sich gemäß seinen persönlichen ethischen, moralischen und religiösen Überzeugungen zu bekennen.
Du willst deine Sexualität verbessern? Besuche unsere Enzyklopädie der Sexualität!
































