Stehen Sie auf junges Gemüse oder auf schöne, reife Früchte?
Manche Männer reifen zusammen mit ihren Frauen, wogegen andere niemals genug von energiegeladenen jungen Frauen kriegen können. Warum ist das so?
Schönes junges Gemüse. (jlp)
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Junges Gemüse
Es gibt Männer, die regelrecht verrückt nach jungen Frauen sind. Ein ideales Beispiel ist der berühmt-berüchtigte Schriftsteller Michel Houellebecq. Alle leicht autobiografisch angehauchten Helden seiner Romane sind abhängig von jungem Gemüse. Wenn Sie Orangenhaut, Hängebusen oder Faltenhaut erblicken, kriegen sie keinen mehr hoch. Obwohl sie verliebt sind und lieben, törnen sie ältere und reifere Frauen einfach ab. So sehr sie sich auch anstrengen mögen, ist der Sex nicht derselbe, sie werden nicht befriedigt und früher oder später landen sie zwischen jungem Gemüse. Dieses hat nichts mit Pädophilie zu tun, obwohl es nicht gerade weit davon entfernt ist. Es handelt sie dabei um die Verbindung zwischen Impuls und Wunschgelüsten. Die Berührung oder der visuelle Impuls werden innerhalb der Entwicklungsphase der Sexualität auf eine bestimmte Weise mit dem Sexualtrieb und dem Wunsch nach Sex verbunden, worauf die Erektion folgt. Solche Männer können sich oft nicht helfen und sind nur arme Hündchen, die beim Klang einer Glocke zu sabbern anfangen. Wenn sie den bestimmten Impuls nicht erhalten oder sich diesen nicht denken können, dann können sie auch keinen Sex haben, da sie zu keiner Erektion fähig sind oder diese ziemlich bald abflacht. Wenn er es schafft, zum Sex zu kommen, ist sein Orgasmus schwach oder geht völlig vor die Hunde. Solche Männer brauchen viel Zeit und ihnen kann auch nur durch Therapie geholfen werden, durch die ihre Blockaden und Hemmungen festgestellt und abgeschafft werden, die die allgemeine wechselseitige Beziehung zwischen Impuls und Reaktion hemmen. Wir könnten auch sagen, dass jeder seinen eigenen Geschmack hat, was letztendlich auf dasselbe hinausläuft.
Eine reife Frau
Schon die Änderung innerhalb der Titelstruktur sagt aus, dass es zu einem wesentlichen Schritt kam. Das Adjektiv „junges“ wurde zu „reife“. Aus Gemüse wurde eine Frau. Ein wesentlicher Schritt also, der auf eine völlig andere Wahrnehmungsweise von Sexualität schließen lässt. Eine reife Frau ist aus erotischer Sicht genau so eine Frau, es sind ihre Reife, ihr ernster Blick und ihre Kraft, die einen Mann betören. Ein voller, entwickelter Körper, vielleicht etwas rundlicher, etwas faltenreicher, etwas weicher, doch das stört nicht, sondern wird sogleich zur Nebensache. Wir lieben uns mit einer Person, mit einem anderen Wesen, und mit keiner Pflaume. Es gibt keine Machtspiele mehr, es gibt keine Fragen mehr, wie wir uns schlagen werden, und auch keine anderen ähnlichen jugendlichen Hirngespinste. Der Sex wird zur gegenseitigen Hingabe und zum Genuss. Wir Männer sind visuelle Wesen, darum gibt es nicht viele, die Sex auch in einem anderen Lichte sehen, und nicht nur als die Konsequenz des „Bimmelns einer Glocke“. Viele Männer wissen überhaupt nicht, dass Sex nicht von Schönheit oder von der Attraktivität des Gegenparts abhängt, sondern vom eigenen Wunsch nach Sex, der notwendigerweise auf den äußeren Impuls gebunden ist. Wenn wir uns wünschen, jemanden lieben zu wollen, den wir lieben, ist es ziemlich unwichtig, wie viele Falten die Person unter ihren Augen hat, wie verformt ihr Bauch ist, wie viel Orangenhaut sie hat oder wie faltig sich ihre Haut gestaltet. Und bei einer reifen Frau weiß Mann genau, warum sie Sex hat – des Genusses wegen.
Männer entwickeln sich
Es gibt keine Regeln. Es gibt Solche und es gibt Andere. Wenn wir jung sind, lieben wir die Jugend. Es gibt wenige, die sich zu älteren Frauen hingezogen fühlen. Erwachsene Männer fühlen sich jedoch zu allen Typen von Frauen hingezogen und jeder Mann entwickelt sich auf seine eigene Weise. Manche drehen sich auch noch in ihren 50ern nach jedem jungen Ding um und sabbern und glotzen. Zwischen ihren Beinen wölbt sich dann auch noch etwas hervor. Reife Frauen finden sie nicht attraktiv. Ihr „Fruchtfleisch“ zieht sie nicht an. Andere entwickeln sich gemächlich und dementsprechend entwickelt sich auch ihr Geschmack. Sie schauen gerne nach jungem Gemüse, aber lieben alle Frauen, ungeachtet ihres Alters. Junges Gemüse erscheint ihnen frisch und anziehend, aber regt in ihnen nicht den sexuellen, sondern eher den väterlichen Instinkt. Obwohl sie sich zu jungem Gemüse hingezogen fühlen, regt sich bei ihnen kein Gedanke an Sex. Andere experimentieren gerne, wechseln ihre Geschmäcker und halten sich so selber frisch. Sie mögen reife und angespannte Hintern von 18-Jährigen und lieben es, ihr Gesicht zwischen die prallen Brüste einer „milchigen Kokosnuss“ zu stecken, die gerade ihren „Fünfzigsten“ gefeiert hatte. Wenn wir einen Schluss ziehen, so können wir Folgendes feststellen:
Es gibt Männer, die Sex mögen und es mögen Sex zu haben. Ihr Trieb geht in Richtung Befriedigung und ist nicht an äußere Impulse gebunden, obwohl die auch herzlich willkommen sind, wenn sie vorkommen sollten. Und es gibt Männer, die nur dann Sex haben können, wenn sie ein entsprechender äußerer Impuls reizt. Die ersten sind frei und viel leichter glücklich zu machen als die anderen, die als moderne Versionen von Dorian Gray auftreten und davon überzeugt sind, dass sie nicht alterten, solange sie zwischen jungem Gemüse grasten. Erst der Spiegel wird sie aus ihrem Tagtraum wecken können, wenn sie ihr faulendes Äußeres endlich unbeschönigt zu Gesicht bekommen.
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