Tampons und Kondome, die vor Vergewaltigung schützen
In Afrika benutzen Frauen eine Art Tampons und Kondome, um sich vor einer Vergewaltigung zu schützen.

Jeden Tag einen Tampon tragen. Mit einer Klinge. Zum Schutz vor einer Vergewaltigung.
In Südafrika gibt es eine erschreckend hohe Vergewaltigungsrate. In einer Studie wurde festgestellt, dass fast jede zweite Frau vergewaltigt wird. Deswegen haben die Afrikaner ihr Schicksal selbst in die Hand genommen und eine Art Tampons und Kondome erfunden, um ihren Frauen Sicherheit vor einer Vergewaltigung zu bieten.
Tampon mit einer Klinge für die Sicherheit der Frauen
Der Südafrikaner Jaap Haumann hat vor einigen Jahren einen Tampon erfunden, der Frauen vor einer Vergewaltigung schützen soll. Trotz guter Absichten ist seine Erfindung nichts anderes als eine Foltervorrichtung für die Frau, die sogar den Keuschheitsgürtel übertrifft. Der Tampon hat nämlich einen harten Kern aus Plastik, der mit einer Klinge versehen ist, die bei der Penetration aktiviert wird. Die Klinge schneidet einen kleinen Teil des Penis ab.
Für Japp Haumann war der größte Ansporn für seine Erfindung die Konfrontation mit den psychischen und körperlichen Folgen der Vergewaltigung. In seiner Heimat wird nämlich alle 26 Sekunden eine Frau vergewaltigt.
Kondom mit Widerhaken für die Sicherheit der Frauen
Die zweite südafrikanische Erfindung, die Frauen Sicherheit vor einer Vergewaltigung bieten soll, ist ein Kondom, das sogenannte Rape-axe, das von Sonette Ehlers erfunden wurde. Die Idee kam ihr, als ein Vergewaltigungsopfer sagte: „Ich wünschte, ich hätte da unten Zähne!“
Rape-axe ist eine Art Kondom mit Widerhaken, das wie ein Tampon in die Vagina eingeführt wird. Bei der Penetration bohren sich die Widerhaken in den Penis des Vergewaltigers und können nur operativ entfernt werden. Rape-axe hat also eine doppelte Wirkung. Er schützt die Frau vor einer Vergewaltigung, indem er den Mann verletzt, und hilft gleichzeitig, den Täter zu überführen, da die Ärzte beim Anblick des Kondoms mit Widerhaken sofort wissen, dass ihr „Patient“ ein Vergewaltiger ist. Außerdem schützt das Kondom auch vor Geschlechtskrankheiten und einer unerwünschten Schwangerschaft. Eine starke Leistung, nicht war?

Südafrikanische Frauen werden tagtäglich mit Vergewaltigung konfrontiert. (http://www.rapestop.net/)
Argumente gegen solche "Sicherheitsmaßnahmen"
Viele Menschen sind der Auffassung, diese Erfindungen seien eher ein Racheakt als eine Sicherheitsmaßnahme. Jaap Haumann vertritt jedoch die Ansicht, der Gedanke, einen Teil des Penis zu verlieren, würde die potenziellen Vergewaltiger von der Tat abschrecken. Um das zu erreichen, müssten jedoch alle Frauen den Tampon mit Klinge benutzen. Jeder Frau müsste bewusst sein, dass sie jeder Zeit einem Vergewaltiger zum Opfer fallen kann und sie dann ganz sich selbst überlassen ist. Das zweite Argument gegen solche Erfindungen ist, der Angreifer könnte dadurch nur noch wütender werden und die Frau noch schwerer verletzen (halt nicht durch die Penetration). Sonette Ehlers sagt jedoch, der Angreifer könne bei jeder Art von Widerstand seitens der Frau noch gewalttätiger werden und man deswegen nie wissen kann, wie es für die Frau ausgeht.
Sollten Frauen selbst die Verantwortung für die Vergewaltigung übernehmen?
Das Hauptargument gegen den Tampon mit der Klinge und das Kondom mit Widerhaken ist, dass dadurch die Frauen selbst die Verantwortung für die Vergewaltigung übernehmen müssen. Der Angreifer hätte bei der Vergewaltigung zwar ein Stück seiner Männlichkeit verloren, Frauen sind aber diejenigen, die die Waffe ständig im Körper spüren und damit die ganze Zeit den Gedanken im Hinterkopf haben, sie seien in Gefahr. Solche Erfindungen tragen die Schuld dafür, dass Vergewaltigung als etwas völlig Alltägliches und Normales aufgefasst und die ganze Verantwortung auf die Opfer geschoben wird.























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