Vorurteile gegenüber Homosexualität
Haben Sie Vorurteile gegenüber Homosexualität? Finden Sie Homosexualität unmoralisch? Oder ist Homosexualität für Sie eine natürliche Erscheinung?
Vorurteile gegenüber Homosexualität bleiben weiterhin stark verbreitet. (PhotoXpress)
Meinungen über die Homosexualität gibt es in mehreren Variationen. Diese hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. dem Umfeld, in dem wir leben, der Sozialisierung und natürlich auch den persönlichen Charaktereigenschaften jeder einzelnen Person.
Nehmen wir deshalb einige Fakten über die Homosexualität unter die Lupe, mit deren Hilfe die Homosexualität den Schleier des Geheimnisvollen abzulegen vermag, damit auch die Ängste vor dem Unbekanntem verschwinden.
Homosexualität ist eine sexuelle Orientierung wie jede andere ...?
Homosexualität bedeutet emotionale und körperliche Anziehungskraft zum gleichen Geschlecht und ist das Geflecht von genetischen, hormonellen, kognitiven und sozialen Faktoren. Viele Homosexuelle glauben, dass sie schon immer so waren. Andere haben mit 6 oder 8 Jahren gemerkt, dass sie anders als ihre Freunde sind. Es gibt aber auch welche, die das erst in der Pubertät herausfinden. Es passiert sehr oft, dass Männer ihre Homosexualität erst nach der Gründung einer Familie entdecken.
Einigen Behauptungen nach soll die Homosexualität eines Mannes seiner dominanten Mutter und der Schwäche oder Abwesenheit des Vaters zugesprochen werden. Studien haben bewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit einer homosexuellen Orientierung des Mannes steigt, wenn dieser einen oder mehr ältere Brüder hat. Nach der durchgeführten Studie haben sogar 70 % der homosexuellen Männer 4 Brüder.
Dennoch erforschen Wissenschaftler, unter ihnen auch der bekannte Psychologe M. Bailey, die genauen genetischen und pränatalen Faktoren, die die Entwicklung der Homosexualität begünstigen könnten.
Vorurteile gegenüber Homosexualität
Schon vor mehr als 2300 Jahren schrieb Platon das Symposion, die Verteidigung der Homosexualität. Leider wurde sein Werk vergessen und so hören wir uns schon seit 2000 Jahren lieber die Lehren des Christen- und Judentums an, die besagen, dass die Homosexualität die Hauptsünde ist, das Verbrechen gegen die Natur. In der Vergangenheit versuchte man Homosexuelle mit Elektroschocks zu heilen, Hitler hat sie im zweiten Weltkrieg sogar in die Gaskammer geschickt.
Und all das nur aus Angst vor Andersartigkeit? Oder vielleicht aus Wut, weil man die Homosexualität in sich selbst entdeckt hat? Die richtige Antwort ist wahrscheinlich unter der Schwere der Glaubenslehren vergraben.
Man blickte auf die Homosexuellen herab, doch leider tut man das noch heute. Man hielt sie für degeneriert, krank und unsicher im Verhältnis zu Frauen. Doch in Wahrheit haben sie nichts gegen Frauen, sie sind lediglich an ihnen nicht sexuell interessiert. Mit dem anderen Geschlecht haben sie keine schlechte Erfahrungen gemacht und niemand hat sie zur Homosexualität verleitet, was auch die Studien gezeigt haben.
Homosexualität in Japan
In Japan ist das Verständnis der Homosexualität vollkommen anders. Weil in Japan die Christen eine Minderheit darstellen, existiert die Fama der Homosexualität als Sünde in geringem Ausmaß. Schon in frühen literarischen Werken waren homosexuelle Männer sehr positiv bezeichnet. Man könnte sagen, dass die homosexuelle Kultur in den asiatischen Staaten richtig blüht. Es kommt zwar nicht selten vor, dass ein homosexueller Mann heiratet, um gesellschaftlich akzeptiert zu werden, im Privatleben pflegt er aber weiterhin sexuelle Verhältnisse zu Männern.
Folgen der Vorurteile gegenüber Homosexualität
Das akute Problem der Vorurteile gegenüber Homosexualität stellen Eheschließungen und Adoptionen dar. Besonders bei Adoptionen von Kindern durch homosexuelle Paare kommen die Vorurteile stark zum Ausdruck, obwohl durch Studien unter Beweis gestellt wurde, dass keine vergrößerte Wahrscheinlichkeit zur Homosexualität besteht, wenn ein Kind von homosexuellen Eltern erzogen wird.
Warum machen wir uns demnach immer noch Sorgen wegen der Menschen, die sich lieben, und nicht wegen jenen, die sich hassen oder sogar totschlagen? Wer von ihnen ist "normaler"? Liebende Homosexuelle oder hassende Heterosexuelle? Und woher dann die Vorurteile gegenüber Homosexualität?































