Welche sind die gängigsten Fetische?
Der Schuhfetisch ist nur einer von vielen Fetischen, ohne dessen sich manche Menschen ihre Sexualität nicht vorstellen können.
Beim Fetisch handelt es sich um ein bestimmtes Objekt, dem Menschen eine besondere Macht zusprechen. (PhotoXpress)
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Was ist ein Fetisch?
Beim Fetisch handelt es sich um ein bestimmtes Objekt, dem Menschen eine besondere Macht zusprechen. Manche Naturvölker bezeichnen einen Gegenstand mit übernatürlichen Kräften als Fetisch und verehren ihn wie eine Gottheit. In der modernen Gesellschaft hat das Wort Fetisch eine völlig andere Bedeutung. Es bezeichnet nämlich ein Objekt, welches das sexuelle Verlangen einer Person weckt. Viele Sexologen und Psychologen behaupten, dass die Basis für die Entwicklung eines Fetischs schon in der Kindheit geschaffen wird. Die Schlüsselmomente sind zum Beispiel, wenn wir auf dem Schoß des Vaters sitzen und „Hoppe, Hoppe, Reiter“ spielen oder am Boden die Füße der Erwachsenen beobachten, die am Tisch sitzen. Auch etwas, wofür wir in der Kindheit oft beschimpft wurden, kann die Schlüsselrolle spielen. All das und noch weitere Faktoren stellen eine gedankliche Verbindung zwischen dem Objekt und der Libido her. Wichtig ist der Geruch, wichtig ist die Berührung, wichtig ist die Assoziation. Männer mit einem Fetisch jagen Frauen oft Angst ein, da sie besorgt darüber sind, dass das Objekt wichtiger als sie werden könnte.
Fetisch Nr. 1: Füße und hohe Absätze
Der gängigste unter den etwas ungewöhnlichen Fetischen ist der Fuß- und Schuhfetisch. Die Psychologen beschreiben Beispiele von Fetischisten, die sich ihr ganzes Leben lang die geeigneten Sexualpartner ausschließlich aufgrund der Form ihrer Füße und Zehen aussuchten. Manche fanden die Form der großen Zehe wichtig, für andere war es wichtig, dass die große und die zweite Zehe gleich lang sind und manche haben sogar ihr ganzes Leben lang von einer amputierten Zehe geträumt. Bei Stöckelschuhen törnt den Fetischisten ihr Effekt auf den weiblichen Körper an. Stöckelschuhe betonen nämlich die Brust und den Hintern. Der weibliche Körper bekommt eine erotische Dimension und neue Balance. Stöckelschuhe unterstreichen natürlich auch die weiblichen Beine und deren Länge. Der berühmte Freud sah im erwähnten Fetisch Sex. Wie? Der Fuß repräsentiert den Penis und der Schuh die Vagina der Frau. Wenn man es aus dieser Perspektive betrachtet, kann das Anziehen einen Pumps schon fast pornografisch wirken. Diesen Fetisch gab es schon in der alten chinesischen Kultur. Die chinesischen Frauen haben sich die Füße eingebunden, damit sie so klein wie möglich wären. Ein Großteil der chinesischen Literatur besingt die weiblichen Füße, das Küssen der Füße, die sexuelle Befriedigung mit den Füßen, u. Ä.
Fetisch Nr. 2: Leder, Latex, Gummi
In Großbritannien gibt es mehr Leder-, Latex- und Gummifetischismus als in den USA. Die Experten begründen diese Tatsache damit, dass die Kinder wegen des Regenwetters in Großbritannien öfter Gummistiefel tragen. Das ist natürlich nicht die einzige oder zuverlässigste Erklärung. Bei diesem Fetisch spielen das Gefühl des Materials auf der Haut und sein Geruch eine Rolle, deswegen kann dieser Fetisch auch vom Geschlechtsverkehr in einem Auto mit Ledersitzen ausgelöst werden. So wird der Geruch des Materials mit dem sexuellen Verlangen verknüpft. Der erwähnte Fetisch entwickelt sich nicht nur für Latexkleidung. Es kann sich auch um verschwitzte Tennisschuhe mit einer Gummisohle, Lederhandschuhe oder eine Lederjacke handeln. Das alles kann beim Fetischisten den Wunsch nach Sex auslösen und ihn plötzlich erregen. Symbolisch bedeutet das Tragen von Latexkleidung eigentlich das Tragen eines Kondoms. Wenn Sie meinen, das wäre ungewöhnlich, dann haben Sie bestimmt noch nichts vom Fetisch für Ganzkörperbondage gehört.
Fetisch Nr. 3: Ganzkörperbondage
Bei diesem Fetisch wird eine Person dadurch erregt, dass ihr Körper völlig gefangen ist. Es handelt sich noch immer um den Leder-, Latex- und Gummifetischismus, in diesem Fall ist der Körper jedoch regelrecht im jeweiligen Material gefangen. Bei diesem Fetisch wird Gummi oder Latex verwendet, sehr beliebt sind auch spezielle schwarze Betten aus Latex, in denen der Fetischist vakuumdicht gefangen ist, er hat nur einen Schlauch zum Atmen. Die Fetischisten benutzen sogar Schlafsäcke, PVC-Beutel und, Sie werden es kaum glauben, Gasmasken.
Fetisch Nr. 4: Das Korsett
Während beim vorhergehenden Fetisch der ganze Körper durch ein bestimmtes Material gefangen gehalten wird, ist das beim Korsett nur teilweise der Fall. Die Bänder und Schnüre zum Verengen und Zusammendrücken des Körpers versetzen die Frau in eine leicht untergeordnete Position. Sie wird als hilflos dargestellt, was auf den Mann sehr anregend wirkt. Beim Korsett geht es auch um die Betonung von ganz bestimmten Körperteilen. Als ein Kleidungsstück wurde es bereits vor 4 Tausend Jahren verwendet und auch heute hat es noch dieselbe Wirkung: Es hebt und betont die Brust, verengt die Taille und betont dann wieder die Hüften. Diese Körperform symbolisiert seit jeher die Fruchtbarkeit und Reife einer Frau. Die zusätzliche Konnotation war natürlich sexueller Natur.
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