Werden wir in der Zukunft Sex mit beiden Geschlechtern haben?
Fühlen sich Bisexuelle wirklich zu beiden Geschlechtern hingezogen oder sind sie einfach noch eine ''-''sexuelle Variante, die zur allgemeinen Verwirrung beiträgt?
Bisexualität bedeutet, dass man sich sowohl von Männern als auch von Frauen angezogen fühlt. Vielen ist die Bisexualität ein Dorn im Auge, da die Leute das Zwischending nicht mögen, Bisexualität ist aber genau das: es ist weder heiß noch kalt. Und gerade deswegen ist sie für viele so schwer akzeptierbar.
Besonders unter den Homosexuellen ist man davon überzeugt, dass Bisexuelle nur latente Homosexuelle sind, die sich wegen der Gesellschaftt nicht trauen, als Homosexuelle zu leben oder es öffentlich zu verkünden. Die Bisexuellen haben nach der Meinung der Homosexuellen ihre Sexualität verdrängt und sie für gesellschaftliche Akzeptanz in Tausch gegeben. Diese Meinung ist unbegründet; man behauptet etwas, worüber man nicht viel weiß. Darin zeigt sich die Uninformiertheit. Bisexuelle können in einer monogamen Beziehung mit einem Mann oder mit einer Frau leben und fühlen sich dabei wohl. Es stimmt, dass viele Bisexuelle ihre Neigungen verbergen, weil sie sich darüber im Klaren sind, dass sie im Gegenfall von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden könnten. Das sind aber keine latenten Homosexuellen, sondern latente Bisexuelle.
Widerlegen wir die häufigsten Vorurteile über die Bisexuellen:
Den Bisexuellen gefallen Männer genauso wie Frauen.
Das stimmt nicht. Es gibt keine falsche und keine richtige Sexuelle Orientierung. Jeder kann seine Bisexualität auf seine eigene Weise behandeln und ausleben. Wenn ein Mann nur mit Frauen Beziehungen hat, gleichzeitig fühlt er sich aber auch von Männern angezogen, kann er bisexuell sein. Das Gleiche gilt auch für die Frauen. Man muss aber wissen, dass sich jemand vielleicht nur bis zur gewissen Ebene von einer gleichgeschlechtiger Person angezogen fühlt. Wenn sie aber sexuellen Kontakt mit einer gleichgeschlechtlicher Person haben möchten, stellen sie fest, dass sie diese Person gar nicht erregt, wenn sie nackt vor ihnen steht. Es gibt also mehrere Variationen der Bisexualität.
Bisexuelle sind nicht monogam und können nicht nur einem Partner treu sein.
Das stimmt auch nicht. Die Bisexuellen können sich verlieben, genauso wie die Heterosexuellen, Homosexuellen und ihrem Partner/ Partnerin treu bleiben. In den Beziehungen gibt es die gleichen Regeln, es ist dabei gar nicht wichtig, was für eine Form sie haben und von wem sie gebildet sind.
Die Bisexuellen spielen nur. Wenn sie es wollten, würden sie sich für die Heterosexualität entscheiden.
Es ist die Tatsache, dass man sich seine eigene Sexuelle Orientierung nicht selber auswählen kann und man hat auf sie auch keinen Einfluß. Sie ist, wie sie ist. Man entscheidet nicht über sie, sondern muss man sie empfinden. Wenn Sie für sich selbst empfinden, dass Sie hetero- oder homosexuell orientert sind, sind Sie auch so. Genauso sind die Bisexuellen bisexuell.
Bisexuelle sind eigentlich Homosexuelle, die sich das nicht eingestehen wollen.
Schon wieder ein Vorurteil! Die Bisexualität ist anders, deshalb hat sie auch ihre eigene Bennenung. Die menschliche Sexualität kann sich mit der Zeit verändern, deshalb können Bisexuelle in einer Lebensphase nur eigengeschlechtliche Neigungen haben, in der anderen Phase vielleicht nicht.
Viele, so die Homosexuellen, wie die Heterosexuellen, akzeptieren die Bisexualität leichter als eine Übergangsperiode (wenn aus einer Sexuallorientierung eine andere wird). Auf keinen Fall akzeptieren sie das als etwas Endgültiges. Nicht in allen Gesellschaften ist die Bisexualität unakzeptierbar. Nach Umfragen von Beach und Ford, wurde Bisexualität sogar in 64 Prozent aller Gesellschaften angenommen, sie wurde sogar gefordert, besonders bei den Männern. Nach Freud haben wir aber alle das bisexuelle Potential. Auch heute betrachtet  man die Bisexualität als etwas Negatives, als etwas, was man ausrotten müsste. Nach einigen Meinungen soll sie sogar für unsere Zukunft von großer Bedeutung sein. Das sollte eine Folge der Biologischen und Kulturellen Revolution sein, die geschehen wird, wenn der Sex allein nicht mehr eine Tat der Reproduktion sein wird. Dann wird es auch nicht mehr wichtig, mit welcher Person wir Sex haben - mit einem Mann oder mit einer Frau. Sind Sie derselben Meinung?




























Kommentare:
Ihr Kommetar