Wie sieht das Sexualleben von Jugendlichen heutzutage aus?

18.09.2012 | Alexander F.

Das Sexualleben von Jugendlichen erfährt tiefgründige Veränderungen. Vor allem wird diese von den Jugendlichen früher entdeckt.

 

 

Sexualleben von Jugendlichen

Eine der größten Veränderungen im Sexualleben von Jugendlichen betrifft den schnellen Übergang vom unschuldigen Kuss zum Geschlechtsverkehr. (PhotoXpress)

 

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Das Ritual der sexuellen Umwerbung hat sich durch die Zeit in mancher Hinsicht verändert. Eine der größten Veränderungen im Sexualleben von Jugendlichen betrifft den schnellen Übergang vom unschuldigen Kuss zum wirklichen Geschlechtsverkehr. Die Dinge entwickeln sich heutzutage viel schneller. Ein grundlegender Unterschied des heutigen sexuellen Verhaltens im Vergleich zu früher ist die Fokussierung des sexuellen Wunsches vor allem auf die Genitalien.

Frauen haben mehr Macht

Frauen sind sich heutzutage mehr bewusst, dass sie ein Recht auf ein eigenes Sexualleben haben, einschließlich des Geschlechtsverkehrs in einem Alter, dass sie für passend halten. Gespräche mit den Müttern oder sogar Großmüttern gibt es fast nicht mehr, in den Vordergrund treten langsam die Unterredungen mit den Freundinnen. Auch die Altersgrenze, bei der Mädchen zum ersten Mal Geschlechtsverkehr haben, ist am Sinken. In den USA fand man schon in den achtziger Jahren heraus, dass es keine gewichtigen Unterschiede zwischen den ersten sexuellen Erfahrungen der Jungen und der Mädchen mehr gibt. Mädchen sind mindestens im gleichen Maße am vorehelichem Geschlechtsverkehr beteiligt wie Jungen.

Angaben zufolge wächst die Zahl der Jugendlichen, sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen, die fünf verschiedene Sexualpartner noch vor ihrem 18. Geburtstag hatten, wobei die Zahl bei den Mädchen noch schneller im Wachsen ist.

Diesen Bereich fand auch Schmidt interessant, der herausfinden wollte, wie sich die Sexualität bei den Jugendlichen in den Jahren zwischen 1970 und 1990 in Westdeutschland veränderte. Und was stellte er fest?

- Geschlechtsverkehr und Petting in der frühen Jugendzeit, ein Trend der für die sechziger Jahre charakteristisch war, kommt später nicht mehr vor.
- Im Jahr 1990 war der Grad der Masturbation, der Autoerotik bei beiden Geschlechtern niedriger als im Vergleich zum Jahr 1970, außerdem waren weniger Jungen sexuell aktiv und die Zahl der Sexualpartner bei beiden Geschlechtern war im Jahr 1970 niedriger.
- Probleme mit Petting: Mädchen, die 1990 bei der Untersuchung mitmachten, beklagten sich über die Qualität. Außerdem bedeuten ihnen weder Sex noch Autoerotik so viel wie den Mädchen vor 20 Jahren, die mit dem ersten Sex und der Masturbation um ganze 20-30 % zufriedener waren.
- Initiative für Sex: beide Geschlechter gaben an, dass diese heutzutage in ihren Händen liegt bzw. später kommt als in der Vergangenheit. Dies bezieht sich sowohl auf das letzte Petting und den Geschlechtsverkehr wie auch den ersten Geschlechtsverkehr. Mädchen gewinnen sehr wohl immer mehr an Kontrolle in heterosexuellen Beziehungen. Im Jahr 1970 zum Beispiel führten 85 % der Mädchen als Grund für den ersten Geschlechtsverkehr „seinen Wunsch“ an, während im Jahr 1990 der Prozentsatz bei 28 % lag. Wie es scheint, fällen Mädchen immer entschlossener ihre Entscheidungen und passen sich immer weniger den Wünschen der Jungen an. Kurzum – sie akzeptieren die traditionelle Rollenverteilung innerhalb der Familie weniger als Mädchen im Jahr 1970.
Geflecht aus Sex und Liebe: Verwunderlicherweise bringen heutzutage mehr Jungen Sexualität mit Liebe in Verbindung als 1970. Bei Mädchen bleibt diese Beziehung noch immer sehr stark. Beide geben jedoch eine größere Betonung auf feste und liebevolle Beziehungen wie ihre Altersgenossen aus der Vergangenheit. Außerdem verlieben sie sich früher und beschreiben die Beziehung zu ihrem Partner eher im „Rahmen der Liebe“ als das im Jahr 1970 der Fall war. Dass Sex nicht ganz zufällig passiert, davon zeugt die Tatsache, dass gerade Liebe die Voraussetzung für den ersten Geschlechtsverkehr ist. Die Unschuld ist zur Kostbarkeit geworden.
- Treue: hatte schon immer und hat weiterhin einen hohen Wert. Der Prozentsatz ist im Vergleich zu 1970 bei beiden Geschlechtern sogar gestiegen.
- Rolle der Eltern: hat man früher nicht einmal daran gedacht, dass auch das Kind ein menschliches Wesen mit Bedürfnissen ist, wissen heutzutage sehr viele Eltern genau, wann ihr Kind zum ersten Mal Geschlechtsverkehr hatte.
- Andere Seite der Emanzipation? Mädchen können heutzutage in der Beziehung zwar ihren Willen durchsetzen und entscheiden, wie sich die Partnerschaft entwickeln soll, jedoch sollen sie schlechter befriedigt sein und um das Wohlgefühl benachteiligt sein.

 

Die Studie ist zwar schon etwas älter datiert, aber sie zeigt trotzdem gut die Entwicklung der weiblichen Willenskraft bezüglich der Selbstentscheidung im sexuellen Bereich. Heutzutage ist das Bild eindeutig. Frauen führen uns leicht an der Nase herum, weil sie genau wissen, dass sie zum Prestigesubjekt geworden sind, während Männer nur schwer auf Prestige verzichten können.

 

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