Willkommen in der lesbischen Welt

29.03.2010 | Alexander F.

Wie sehen lesbische Sexualkontakte aus? Wie lange dauern lesbische Beziehungen? Springen sie auch mal mit Männern ins Bett?

 

 

Der Terminus Lesbianismus wurde aus dem Namen der griechischen Insel Lesbos abgeleitet. (PhotoXpress)

Der Terminus Lesbianismus wurde aus dem Namen der griechischen Insel Lesbos abgeleitet. (PhotoXpress)

 

Das Geschlechtsleben der Menschen hat viele Gesichter. Obwohl heterosexuelle Kontakte die am meisten verbreitete Art der Befriedigung sexueller Bedürfnisse erwachsener Menschen sind, fühlen sich viele zu „anderes gepolten“ Arten der Geschlechtsaktivität hingezogen. Denen frönen sie entweder regelmäßig oder nur hin und wieder. Noch vor nicht allzu langer Zeit brandmarkten Experten solche „unorthodoxen“ Neigungen als pervers. Menschen, die solche Neigungen ausleben, waren nach ihrer Hypothese krank, abnormal, psychisch labil oder hätten sich psychotherapeutisch behandelt lassen müssen. Auch Lesbianismus galt als krankhafte Neigung.

Wann tauchte Lesbianismus in der Geschichte der Menschheit auf?

Der Terminus Lesbianismus wurde aus dem Namen der griechischen Insel Lesbos abgeleitet, auf der um das Jahr 600 v. Chr. die berühmte Dichterin Sappho lebte, die Frauenliebe lernte und lehrte sowie darüber dichtete. Auch die letzten gegenwärtigen Studien geben keinen Hinweis darüber, dass sich Lesbierinnen von heterosexuellen Frauen unterscheiden würden, mit Ausnahme der Tatsache, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlen. Feststellungen, dass sie krank, unersättlich, gestört, biologisch minderwertig oder anatomisch und physiologisch anders wären, sind demnach aus der Luft gegriffen. Wilson und Greene haben im Jahre 1971 eine umfassende Studie durchgeführt, anhand jener sie feststellten, dass lesbische Frauen im Durchschnitt sogar gebildeter, sozial und beruflich erfolgreicher, mental stabiler und dadurch im psychologischen Sinne gesünder wären als heterosexuell veranlagte Frauen. Zusätzlich dazu seien sie auch noch attraktiver.

Worauf gründet lesbischer Sex?

Die häufigsten Arten der lesbischen Liebe gründen auf dem Liebkosen und dem Stimulieren der Brüste, beiderseitigem Stimulieren des Genitalbereichs mit der Hand und verschiedenen Arten der oralen Befriedigung. Daraus ist zu schließen, dass der Prozess des Stimulierens an sich nicht viel von der natürlichen heterosexuellen Wiese abweicht. Seltener kommt es vor, dass sich eine Frau auf die Andere legen würde und sie durch das Reiben der Geschlechtsteile aneinander den heterosexuellen Kontakt nachmachen würden. Noch seltener, in etwa 2 % der Fälle, bindet sich eine der Frauen einen Umschnalldildo um, mit dem sie ihre Partnerin befriedigt.

 

Die häufigsten Arten der lesbischen Liebe gründen auf dem Liebkosen und dem Stimulieren der Brüste.

Die häufigsten Arten der lesbischen Liebe gründen auf dem Liebkosen und dem Stimulieren der Brüste.

 

Mindestens die Hälfte der lesbischen Frauen hatten oder haben hin und wieder auch Sex mit Männern, der sie jedoch nicht gänzlich befriedigt. Lesbische Frauen mit heterosexuellen Erfahrungen schwören auf den Orgasmus mit einer weiblichen Partnerin, der ihren Aussagen nach um einiges intensiver wäre. Der Grund soll ausschließlich darin liegen, dass Frauen zärtlicher, aufmerksamer, gefühlvoller, zutraulicher und einfallsreicher seien.

Lesbische Beziehungen halten länger!

Lesbische Beziehungen sind dauerhafter als Beziehungen homosexueller Männer. Zeit ihres Lebens haben Lesbierinnen durchschnittlich 2 bis 5 Partnerinnen. Manchmal leben zwei Frauen im eigenen Haushalt oder eine lesbische Frau und ein homosexueller Mann leben gemeinsam in einer ziemlich festen Beziehung, obwohl in den meisten Fällen nicht als Ehepaar. In einer solchen "lesbo-homo Ehe" ist die Frau das Oberhaupt und der Geschlechtsverkehr, wenn es dazu überhaupt kommt, läuft meistens so ab, dass die Partner einen künstlichen Penis benutzen.

Die Einstellung Homosexueller gegenüber sich selbst

Die Einstellung gegenüber der eigenen sexuellen Orientierung hat sich in den letzten Jahren Dank der allgemeinen Liberalisierung stark verändert. Immer weniger Homosexuelle plagen Schuldgefühle und Minderwertigkeitskomplexe. Es gibt mehr und mehr, die sich für die soziale Annerkennung der männlichen und weiblichen Homosexualität einsetzen und ihre Neigung öffentlich bekunden, zumindest in den fortschrittlichen Ländern, wo Homosexualität nicht mehr gesetzeswidrig ist. Von denen grenzt sich eine kleinere Gruppe lesbischer Frauen ab, die unter einer Art ideologischem Schirm für die Übermacht von Frauen bzw. gegen Männer kämpfen.

Heute blicken wir auf das Perverse mit anderen Augen. Wir sprechen lieber über sexuelle Devianz, wobei wir das Normale, das Übliche nicht mit gesundem sexuellen Verhalten und das Verschiedene, das Seltene nicht mit krankhaftem sexuellen Verhalten gleichsetzen sollten. Einfach ausgedrückt, jedoch viel zu selten ausgesprochen: Sex sind Menschen.

 



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