Wir sind alle ein bisschen Zwitter!

6.11.2012 | Alexander F.

Kann das Hormonverhältnis in unserem Körper Bisexualität hervorrufen?

 

 

Bisexualität

Auf den ersten Blick erinnert Bisexualität an einen Zustand mit zwei Gegenteilen: der Heterosexualität und der Homosexualität. (PhotoXpress)

 

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Freud und seine Nachfolger behaupteten, dass die Ursache für Bisexualität eine hormonelle sei, obwohl sie ihre These nie bewiesen haben. Endokrinologen haben nun bewiesen, dass eine zu hohe Menge männlicher Hormone die Ursache für Bisexualität sein kann.

Wann beeinflussen Hormone die sexuelle Orientierung?

Man kann nur eines mit Sicherheit behaupten, und zwar, dass in jedem Mann etwas Weibliches steckt und umgekehrt. Der Anteil variiert großteils natürlich. Wenn die Eigenschaften des anderen Geschlechts nur geringfügig vorhanden sind, können Sie das Sexualleben nicht beeinflussen, welches dann heterosexuell bleibt. Auch wenn die Eigenschaften des anderen Geschlechts stärker vertreten sind, rufen sie noch nicht unbedingt Bisexualität hervor. Alles hängt vom Partner und seinen Fähigkeiten und Wünschen nach Befriedigung der etwas konfusen Forderungen seines Nächsten ab.

Auf den ersten Blick erinnert Bisexualität an einen Zustand mit zwei Gegenteilen: der Heterosexualität und der Homosexualität. Aber es ist bei Weitem nicht so einfach. Die Bisexualität ist nichts anderes als eine ausgedehnte Veranlagung, die in jedem von uns steckt, sei es Mann oder Frau.

Bisexualität kommt bei jedem Menschen vor?

Sehr häufig bleibt die Bisexualität ungeäußert und unerfüllt bzw. manifestiert sich nur als Phantasma. Auch bei vielen heterosexuellen Paaren ist ein Partner bisexuell und ist sich dessen gar nicht bewusst oder verdrängt die eigene Bisexualität aus Achtung vor dem Partner. Eine echte bisexuelle Person lebt meistens in einer festen Beziehung mit einem Partner des anderen Geschlechts und verkehrt gelegentlich auch mit gleichgeschlechtlichen Partnern. Interessanterweise können es Frauen leichter verkraften, wenn sie ihr Mann mit einem anderen Mann als einer anderen Frau betrügt.

Den Anteil der Bisexuellen in der ganzen Bevölkerung kann man nicht genau festlegen. Kinsey ist durch seine Forschungsarbeiten zum Ergebnis gekommen, dass ungefähr 10 bis 20 % der Menschen bisexuell sind. In diesem Prozentsatz sind sowohl echte als auch zufällige Bisexuelle inbegriffen.

Wann spricht man von echter Bisexualität?

Von echter Bisexualität spricht man meistens bei jungen Menschen, die eine unruhige Phase in ihrem Leben durchmachen, in der ihnen die Sexualität eine Veranlagung und ein Gleichgewicht eher durch die gedankliche Einstellung als durch ihre Taten abverlangt. Erst in einer reiferen Periode kann man sich genauer festlegen. Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste sind Erektionsprobleme bei Männern und Orgasmusprobleme bei Frauen. Sowohl bei den einen als auch den anderen könnte sich der Wunsch nach einer "zweiten Jugend" mit einem gleichgeschlechtlichen Partner entwickeln. Der zweite Grund ist die Nichterfüllung oder schlechte Befriedigung einiger Wünsche und Phantasmen, die dem Partner als normal erscheinen. Meistens handelt es sich hierbei um den Oral- und Analverkehr.

Wo liegt der Unterschied zwischen Bisexualität und Homosexualität?

Der grundlegendste Unterschied zwischen Bisexualität und Homosexualität liegt darin, dass ein Homosexueller keine Wahl haben und seine Veranlagung nicht als falsch empfindet. Er findet sich gut so, wie er ist, und möchte sich auch nicht verändern. Auch wenn er sich verändern wollte, könnte er es nicht. Und als Solches sollten es auch alle akzeptieren.

Im Gegensatz dazu ist sich der Bisexuelle seiner Marginalität bewusst. Er ist im Stande, insbesondere dann, wenn seine Veranlagung zu gleichgeschlechtlichen Personen nicht so intensiv ist, sich Mühe zu geben und eine stabile heterosexuelle Gemeinschaft zu bilden. In Fällen, in denen die Partnerin seine Veranlagung kennt und sich mit der Befriedigung der besonderen Wünsche bemüht, sind die Chancen dieses Paares, ein vollkommen normales und befriedigendes Sexualleben zu führen, sehr hoch. Partnerinnen, die nicht imstande wären, diese Wünsche zu erfüllen, müssten natürlich damit rechnen, dass er diese bei einem gleichgeschlechtlichen Partner suchte.

 

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