Wenn der Vater von der Mutter entsorgt wird (Teil 1)
In den letzten Jahren werden die Stimmen der Väter, denen ihr Kind von der Mutter aus den Armen gerissen wurde, immer lauter.

Eine so innige Beziehung, wie sie die Mutter zum Kind aufbaut, bleibt dem Vater meistens verwehrt. (jlp)
Mutter beim Kind, Vater bei der Arbeit
Nicht selten wird der Männerwelt in scherzhafter Weise der „Vorwurf gemacht“, dass sie während der Schwangerschaft kaum eine Hilfe sind, da sowieso die Mutter alles erledigt. Für die Zeugung wird ihnen zwar etwas Anerkennung zugesprochen, aber auch diese löst sich schnell in Luft auf. In den folgenden Monaten ist der Mann dann ein stummer Begleiter der Frau, der ihr jeden Wunsch von den Lippen abliest – falls nicht, wird er mit Unmut bestraft – da ja sie, die Mutter, die ganze Arbeit tut, da ja ihr Körper völlig verändert wird, da ja sie von morgendlicher Übelkeit geplagt wird, da ja sie … Die Liste ist lang und der Vater bekommt sie immer wieder aufs Neue um die Ohren geschlagen. Wenn dann nach neun Monaten schließlich das Kind auf der Welt ist, ist es wieder die Mutter, die mehr Zeit mit dem Kind verbringt, weil der Vater Geld verdienen muss. Lieber Leser, Sie werden bestimmt gleich erkannt haben, worauf ich hinaus will, deswegen brauche ich in diesem Sinne mit der Beschreibung nicht weiter fortzufahren. Um die Sache abzurunden, wegen der vielen zusammen verbrachten Zeit wird die Mutter in den Augen der Gesellschaft das Kind immer mehr lieben als der Vater, obgleich beide Elternteile es tatsächlich gleich lieb haben.

Eine Trennung der Eltern beeinflusst auch das Kind. (jlp)
Mutter und Vater trennen sich
Nicht nur wegen des Umstands, dass die Natur es so vorgesehen hat, dass die Mutter mehr Zeit mit dem Kind verbringt als der Vater, auch nicht selten vorkommende Geschichten über Väter, die, untertrieben gesagt, kalte Füße bekommen, ihr bestes Stück einziehen und sich schließlich aus dem Staub machen, haben ein modernes Vaterbild geprägt, das im Falle einer Trennung unvorstellbare Konsequenzen nach sich zieht. Man könnte sagen, dass das Unvorstellbare zur Wirklichkeit geworden ist. Der Mechanismus, der in den siebziger Jahren, in einer anderen Zeit, in einer Zeit, in der die Frauenrolle eine ganz andere war, als die Frau nur Mutter und Hausfrau war, eingeführt wurde, um die Mütter zu schützen, ist heutzutage zu einer mächtigen Waffe geworden, die gegen die Väter eingesetzt wird. Die Statistik steht klar auf der Seite der Mütter. Während diesen in 50 % aller strittigen Fälle das alleinige Sorgerecht zugesprochen wird, liegt die Prozentrate bei Vätern bei ungefähr 13 %. Dann gibt es noch die Möglichkeiten, dass das Sorgerecht auf beide Elternteile verteilt wird (17 %) oder keiner von ihnen bekommt es (20 %). Man kann es sich ganz einfach ausrechnen, dass die Rechnung für die Väter auf keinen Fall aufgeht. Sie werden ihr Kind eher im Heim besuchen, als es zuhause bei sich aufwachsen zu sehen.

Nicht ohne meine Tochter zeigt die Geschichte einer Mutter, die in einer fremden Welt um ihr Kind kämpft.
Die Folge: ein entsorgter Vater
Natürlich gibt es Fälle, in denen Mutter und Vater auch nach der Trennung harmonisch miteinander auskommen, schon alleine um des Kindes willen. Ein solches Umfeld stellt die einzig reale Möglichkeit für das Kind dar, sich normal und ohne jeglichen Druck seitens der Eltern entwickeln zu können. In allen anderen Fällen wird das Kind zwischen den Eltern hin- und hergerissen sein, es wird in einen Loyalitätskonflikt gefangen sein, der ihm abverlangt, sowohl dem Vater als auch der Mutter zu gefallen, woran es schließlich zerbrechen kann. Um dem vorzubeugen, wird entschieden, dass nur ein Elternteil das alleinige Sorgerecht bekommt, was, wie wir gesehen haben, in der Hälfte der Fälle die Mutter ist. Die Mutter sei diejenige, die genau weiß, was das Beste für ihr Kind ist. Die Liebe der Mutter zu ihrem Kind sei ein Naturgesetz, eine Mutter würde alles für ihr Kind tun, sogar bis ans Ende der Welt reisen, nur um es bei sich haben zu können. Diese Überzeugung wurde zusätzlich durch den Film Nicht ohne meine Tochter aus dem Jahr 1987 bei vielen Menschen bekräftigt, die in der Mutter immer das liebende, leidende und schwache Elternteil sehen, wogegen der Vater hartherzig und gefühlskalt dargestellt wird. Alle diese Eigenschaften können heutzutage durch das deutsche Rechtssystem, im Herzen Europas, im Herzen der modernen westlichen Kultur, im Herzen der Demokratie und Gleichberechtigung von Müttern gegen die Väter eingesetzt werden, um diese einfach und mit wenig Mühe zu entsorgen.
Wie das Gesetz in diesem Bereich geregelt ist, dass dem Vater so wenig Rechte in Bezug auf das eigene Kind zugesprochen werden, wie sehen die Erfahrungen von Vätern aus, die den eigenen Sohn oder die eigene Tochter schon seit Jahren nicht mehr sehen durften, und was sich Douglas Wolfsperger - einer dieser Väter - hat einfallen lassen, als Versuch, das steife Rechtssystem zu verändern, die Öffentlichkeit über dieses Problem aufzuklären und schließlich seine Tochter endlich wiederzusehen, erfahren Sie im zweiten Teil dieses Artikels.























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