Wie lieben Männer und Frauen? (Teil 1)
Ist das Empfinden von Liebe bei jedem Menschen gleich oder gibt es sogar geschlechterspezifische Unterschiede? Wie lieben Männer? Wie lieben Frauen?

Wie lieben Männer? Diese Frage hat sich wohl schon so manche Fra gestellt! (PhotoXpress)
Wieso Lieben Männer und Frauen unterschiedlich?
Jeder Mensch empfindet Liebe auf seine eigene, individuelle Weise, das ist eine Tatsache. Was zeigen aber Studien, wer liebt mehr: Männer oder Frauen? Und welche Unterschiede hat der bekannte Psychologe Brehm bei seiner Übersicht der Forschungsergebnisse hervorgehoben? Doch gehen wir der Reihe nach.
Als ein männlicher Psychotherapeut zu seinem Patienten sagte, er solle nachhause gehen und seiner Frau zeigen, dass er sie liebt, hat dieser ihr Auto gewaschen. Bedeutet das, dass er sie nicht wirklich liebt, oder drückt er seine Liebe nur auf eine andere Art aus? Es gibt viele Studien über die Unterschiede in den Gefühlsäußerungen bei Männern und Frauen. Brehm stellt eine Übersicht zusammen und hebt folgende Unterschiede hervor.
1. Wie Lieben Männer und Frauen: Wer liebt mehr?
Studien zeigten, dass Frauen ihre Partner gleich stark lieben, wie sie geliebt werden. Der Unterschied liegt nur darin, dass Frauen ihren Partnern gegenüber mehr Respekt entgegenbringen.
2. Wie Lieben Männer und Frauen: Wer verliebt sich öfter und stärker?
Männer wie Frauen verlieben sich gleich oft auf den ersten Blick (54 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen glauben an die Liebe auf den ersten Blick). Frauen sind öfter verliebt und sprechen gerne über ihre Gefühle, die meist euphorischer Natur sind. Sie idealisieren ihren Partner und sind schneller bereit, eine Ehe einzugehen. Bei Männern kommt das seltener vor. Wenn sich Frauen in ihrer Liebe nicht erwidert fühlen, neigen sie öfter dazu, für die Liebe alles zu tun.
3. Wie Lieben Männer und Frauen: Wer ist romantischer und (un)realistischer?
Interessanterweise sollen Männer das romantischere Geschlecht sein. Heute sind über 80 Prozent der Männer und Frauen in den USA der Meinung, dass Liebe die Grundbedingung für eine Ehe ist. Der Grund dafür ist die Veränderung der Stellung der Frauen in der Gesellschaft, vor allem ihre finanzielle Unabhängigkeit. Frauen haben es nicht mehr nötig, eine Ehe bloß wegen der finanziellen Sicherheit einzugehen.
Am Anfang einer Beziehung sind es Männer, die sich schneller verlieben (fast 25 Prozent der Männer verlieben sich schon vor der vierten Verabredung, wobei dass nur für 15 Prozent der Frauen gilt). 50 Prozent der Frauen sagten sogar aus, dass sie ungefähr 20 Verabredungen brauchen, bevor sie für sich sagen können, dass sie verliebt sind.
Einige Anzeichen sprechen auch dafür, dass Männer stärker unter einer Trennung leiden als Frauen. Jedoch muss betont werden, dass Menschen unterschiedlich sind und unser Zustand nach einer Trennung vor allem vom Persönlichkeitstyp abhängt. Fakt ist aber auch, dass nach einer gescheiterten Liebe, dreimal mehr Männer als Frauen Selbstmord begehen.
Es stellte sich auch heraus, dass Männer naiver sind und öfter an romantische Irrtümer wie „Man liebt nur einmal“, „Wahre Liebe ist das größte Glück“, „Liebe überwindet alle Hürden“ glauben. Frauen nehmen starke Gefühle besonnener wahr, dazu zwingt sie die gesellschaftliche und wirtschaftliche Realität. Bei ihrer Wahl, in wen sie sich verlieben und mit wem sie eine Ehe eingehen, sind sie vorsichtiger.























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