Wie sieht die Midlife-Crisis bei Frauen aus?
Die Midlife-Crisis betrifft heutzutage nicht nur Männer. Es kommt immer häufiger vor, dass die Midlife-Crisis bei Frauen eine vergleichbare "Neugeburt" auslöst.
Die Midlife-Crisis bei Frauen tritt fast ein Jahrzehnt früher als bei Männern ein. (PhotoXpress)
Schon Mitglied bei Intimate Medicine? Registriere dich kostenlos oder folge uns auf Facebook!
Die Midlife-Crisis galt lange Zeit als ein "Männerding". In ihrer zweiten Pubertät führen Männer zahlreichen Veränderungen in ihr Leben ein – die Einreichung der Scheidung ist nur eine davon. Fremdgehen ist ein häufiger Begleiter und ein Anzeichen für die Midlife-Crisis. Nicht selten versuchen Männer in diesem Lebensabschnitt, in die Zeit der Sorglosigkeit zurückzukehren. Wegen der Midlife-Crisis werden Männer oft zur Zielscheibe des Gespötts. Die neuesten Forschungen zeigen, dass allmählich auch Frauen diesen Bereich für sich gewinnen. Die Überzeugung, dass die Midlife-Crisis zur Domäne der Männer gehört, gründet vor allem auf dem Verständnis der Männer als sexuell aktive Wesen, wogegen Frauen als eher passiv angesehen werden.
Die Midlife-Crisis bei Frauen zeigt sich früher
Männer kommen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr in die Midlife-Crisis, während die Midlife-Crisis bei Frauen fast ein Jahrzehnt früher eintritt. Am wahrscheinlichsten in den späten 20ern, den frühen 30ern beziehungsweise im Durchschnitt 4 Jahre nach der ersten Ehe. In diesem Lebensabschnitt sind es in 70-75 % der Fälle Frauen, die die Scheidung einreichen.
Wegen der Midlife-Crisis bei Frauen soll es in Zukunft mehr Untreue geben
Schätzungen der Untreue bei Frauen unterscheiden sich sehr. Der geschätzte Prozentsatz untreuer Frauen liegt zwischen 20 und 70 %. Ein dermaßen großer Unterschied ist die Folge unterschiedlicher Faktoren, u. a. auch des Zeitabschnittes, in dem die Studien durchgeführt wurden, der Größe der Stichprobe und des einbezogenen kulturellen Umfeldes. Die im Jahr 2008 in Houston durchgeführte Studie, die 7 Jahre dauerte und bei der 1.700 Ehefrauen mitgemacht haben, zeigte, dass 68,7 % der Ehefrauen ihre Ehemänner betrogen haben. Daraus lassen sich interessante Schlüsse über die weibliche Sexualität ziehen. Die Stimmen derjenigen, die die "natürliche" Veranlagung von Frauen zur Treue ablehnen, da ihnen diese die Versorgung ihrer Kinder gewährleisten soll, werden immer lauter. Frauen sollen aus ähnlichen Gründen und im gleichen Maße untreu sein wie die Männer.
Zu behaupten, dass es in der Natur der Männer liegt, untreu zu sein, ist überholt
Seit Jahrzehnten versuchen Evolutionisten und Psychologen zu beweisen, dass Passivität, sexuelle Unterordnung und Monogamie Teil des weiblichen Charakters sind. Biologisch gesehen soll der Mann einen größeren Vorteil davon haben, seine Gene über die Landschaft zu verstreuen, während gerade das Gegenteil für die Frau zutreffen soll. Während es in der Natur des Mannes liegen soll, nach sexueller Abwechslung zu suchen, ist die Institution der Ehe etwas, was eher den Frauen auf den Leib geschrieben sein soll. Wäre dies der Fall, dann müssten Frauen sehr zufriedene Wesen sein, da sich die Welt ja nach ihren Vorstellungen dreht, doch dem ist bei Weitem nicht so.
Du willst deine Sexualität verbessern? Besuche unsere Enzyklopädie der Sexualität!

































