Faustverkehr: Trauen Sie sich?!
Faustverkehr ist eine etwas grobe Sexualpraktik, die wirklich nur die mutigsten und offensten Paare ausprobieren sollten. Wir stellen den Faustverkehr vor!
Schon Faustverkehr ausprobiert? Sind Sie mutig genug? (PhotoXpress)
Mehr über den Faustverkehr (Fisting) finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!
Was ist Faustverkehr?
Bei Faustverkehr handelt es sich um eine Sexualpraktik, bei der das wichtigste Sexhilfsmittel die eigene oder die Faust des Partners ist. Faustverkehr ist noch heute eine eher tabuisierte Sexualpraktik, weil dabei die Vagina oder der Anus des Partners mit der Faust in unterschiedlichen Sexstellungen penetriert wird. So wie es unterschiedliche Sexstellungen gibt, gibt es auch unterschiedliche Arten des Faustverkehrs, die sich je nach Fingerstellung unterscheiden.
Unter erfahrenen Liebhabern des Faustverkehrs ist der doppelte Faustverkehr sehr beliebt, bei dem zwei Fäuste in eine Öffnung eingeführt werden. Der dabei empfundene Genuss ist vor allem die Folge einer erweiterten Öffnung und nicht des Benutzens beider Hände. Aller Wahrscheinlichkeit nach gehen die Lustempfindungen aus dem Gefühl der Fülle heraus, da zahlreiche Frauen behaupten, dass wichtiger als die Länge der Umfang des Penis sei.
Vorurteile gegenüber Faustverkehr
Da Faustverkehr zu den eher nicht alltäglichen oder selten erwähnten Sexualpraktiken gezählt wird, existieren so manche falsche Vorstellungen darüber. Der Faustverkehr bedeutet keine sofortige Penetration, denn man kann mit der Hand nicht sofort in die Vagina oder Anus eindringen, dies wäre zu schmerzhaft. Entspannungsübungen als Teil der Vorbereitung auf den Faustverkehr sind notwendig. Ein weiterer Irrtum in Bezug auf den Faustverkehr bezieht sich auf dessen Ausübung, da er nicht nur für sadomasochistisch veranlagte Sexsüchtige reserviert ist, sondern auch von ganz normalen Pärchen ausgeübt werden kann.
Obwohl Faustverkehr eine doch intensive Sexualpraktik ist, ist er noch lange kein Synonym für Schmerzen – außer man wünscht es so. Auch Faustverkehr kann zärtlich sein, die Intensität sollte schrittweise gesteigert werden, damit die Vagina oder der Anus nicht verletzt werden. Und während vaginaler Faustverkehr nicht nur in die Domäne lesbischer Paare gehört, ist analer Faustverkehr nicht nur für homosexuelle Männer bestimmt.
Außerdem sollte der Faustverkehr endlich das Merkmal pervers verlieren, denn es wird nie objektiv geklärt werden können, was in Bezug auf die Sexualität pervers und was normal ist. Pornografische Seiten im Internet sprechen zwar ihre eigene Sprache, da Faustverkehr in Pornofilmen eine sehr beliebte Sexualpraktik ist, die meistens mit sadistischen Sex in Verbindung steht, doch Pornofilme spiegeln schon lange keine reales Bild der Sexualität wieder.
Worauf sollte man beim Faustverkehr achten?
Der Faustverkehr sollte vor dem eigentlichen Akt ausführlich mit dem Partner diskutiert werden. Es kann sein, dass von der Idee bis zur Ausübung Tage oder Wochen vergehen, weil der Partner mit dem Gedanken der Faust im Körper zuerst klarkommen muss. Grundsätzlich sollte Faustverkehr nur mit einem Partner ausgeübt werden, dem man wirklich vertraut, weil man dabei wirklich vorsichtig und sanft sein sollte sowie aufpassen, dass sich der Partner wohlfühlt und keine Schmerzen hat.
Vor dem Faustverkehr ist es empfehlenswert, einen Einlauf zu machen, während des Faustverkehrs sollte viel Gleitmittel benutzt und langsam penetriert werden. Der Partner sollte vorab stark erregt und entspannt werden, damit er wirklich bereit ist. Wir empfehlen zudem Handschuhe aus Latex zu benutzen, um etwaigen Infektionen oder Verletzungen durch zu lange Fingernägel vorzubeugen. Generell verlangt der Faustverkehr ein hohes Maß an Hygiene.
Mehr über den Faustverkehr (Fisting) finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!
































