Hilfe, mein Partner hat einen ungewöhnlichen Fetisch!

1.05.2010 | Izabela M

Was tun, wenn Ihnen Ihr Partner plötzlich von seinem wilden Fetisch erzählt, mit dem er Ihren Sex aufpeppen möchte?

 

 

Fetische sind ein ganz normaler Teil der Sexualität, es gibt gar keinen Grund, sich vor ihnen zu fürchten. (PhotoXpress)

Fetische sind ein ganz normaler Teil der Sexualität, es gibt gar keinen Grund, sich vor ihnen zu fürchten. (PhotoXpress)

 

Fetische und Sex

Fetische gehören zum Sex dazu. Diese bestimmten und besonderen Vorlieben üben auf den einzelnen Menschen eine Kraft aus, die in ihm das sexuelle Verlangen weckt und ihn in Erregung versetzt. Fetische sind schon seit jeher bekannt, sie kommen sowohl unter primitiven Völker als auch in der modernen Gesellschaft vor, die Grundlage für die Fetischentwicklung bildet sich schon in der Kindheit heraus. Einige sind weniger auffällig als andere, und fast jeder Mensch hat einen. Der Fetisch verleiht dem Sex das gewisse Etwas und bietet in den meisten Fällen zusätzlichen sexuellen Genuss. Diesbezüglich sind sich viele Psychologen und Sexologen einig, gleichzeitig verweisen sie auf ein weiteres Phänomen, und zwar die Fetischsucht. In manchen Fällen artet die Liebe zu einem Fetisch in Besessenheit aus, die dazu führt, dass bei dessen Fehlen die sexuelle Aktivität beziehungsweise die Erregung bei vielen Menschen ausbleiben. Und dennoch, Fetische sind nichts, wovor man Angst haben müsste. Letztendlich ist Sex ein Spiel, bei dem Neuheiten und das Experimentieren immer willkommen sind.

 

Ungeachtet dessen, wie ausgefallen der Fetisch des Partners sein mag, stehen Sie ihm nicht schon von Anfang an mit Ablehnung gegenüber.

Ungeachtet dessen, wie ausgefallen der Fetisch des Partners sein mag, stehen Sie ihm nicht schon von Anfang an mit Ablehnung gegenüber.

 

Sein Fetisch soll Sie nicht aus der Ruhe bringen

Da zu einem erfüllten Sexualleben zweier Partner auch die Kommunikation gehört, ist es gut, wenn Sie sich gegenseitig ihre Wünsche und Fantasien anvertrauen. Wenn Sie dieses Gespräch mit dem Partner suchen, sollten Sie auch wirklich vollkommen offen sein, nichts verschweigen oder überhören, und gleichzeitig darauf gefasst sein, dass Sie jederzeit von den neuen Wünschen des Partners überrascht werden können, dass sich der Partner einen vielleicht etwas ausgefalleneren Fetisch wünscht, den Sie trotz jahrelanger Beziehung von ihm nicht erwartet hätten. Sie sollten also nicht überrascht sein, wenn er an Ihren Schuhen, Ihren Füßen wird lecken wollen, wenn er an Ihren Zehen wird saugen wollen, wenn er sich Dominanz- und Rollenspiele, Natursekt, den Einsatz neuer sexueller Hilfsmittel oder Bondage wünschen wird. Falls seine Wünsche Ihr bisheriges Sexualleben auf den Kopf stellen sollten, nur die Ruhe bewahren, da er Ihnen anderenfalls wird nie mehr etwas anvertrauen wollen und er sich in Zukunft in Schweigen hüllen wird. Hören Sie seinen Wünschen zu, wenn Sie jedoch glauben, mit deren Umsetzung Schwierigkeiten zu haben, sollten Sie ihn nicht gleich abweisen. Fragen Sie ihn lieber, was er an dieser Sexualpraktik so anziehend findet und was für ihn den Reiz ausmacht. Vielleicht überzeugt er mit der richtigen Antwort auch Sie.

Über Fetische aus Pornofilmen lernen

Er hat Ihnen also anvertraut, dass er für eine Nacht ihr gehorsamer Sklave sein möchte und Sie seine Meisterin. Oder sie hat Ihnen anvertraut, dass sie geknebelt und gefesselt ordentlich den Hinter versohlt bekommen möchte. Für das endgültige „Ja“ sollten Sie sich genügend Zeit zum Überlegen nehmen, weil man für die Ausübung der etwas kühneren Neuheiten beim Sex auch die entsprechende Portion Mut mitbringen muss. Beim ersten Mal hat man immer Bange davor, es auch richtig zu machen, man wünscht sich, dass der Partner die gemeinsame Sexualität auch genießt. Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, seine Meisterin oder ihr Sklave zu werden, sollten Sie sich zuvor über die entsprechende Technik informieren. Über den Fetisch, den Sie ausüben möchten, können Sie Informationen über das Internet einholen oder sich einen Pornofilm ansehen und es später selbst nachmachen. Sie können das Ganze natürlich auch mit eigenen Ideen zieren, Sie werden damit Ihrem Partner bestimmt eine große Freude machen.

 

Was tun, wenn Sie der Fetisch des Partners dermaßen überrascht, dass es Ihnen die Sprache verschlägt?

Was tun, wenn Sie der Fetisch des Partners dermaßen überrascht, dass es Ihnen die Sprache verschlägt?

 

Beeinflusst sein Fetisch die Beziehung?

Falls Sie befürchten, dass Sie von Ihrem Partner wegen des Hinternversohlens, Fesselns, Schuheleckens oder Pipimachens komisch angesehen werden könnten, können Sie beruhigt sein. Dasselbe gilt auch für Sie, da Sie ihn nach der Ausübung des Fetischs bestimmt nicht weniger lieben werden. Der Fetisch wird Ihre intime Bindung zweifellos stärken und Ihre Sexualität auf die nächste Ebene führen. Vielleicht werden auch Sie von dieser Neuheit so begeistert sein, dass Sie es öfter werden ausüben wollen. Sie sollten keine Scheue vor dem Experimentieren in Bezug auf Sex haben, auch wenn Sie einer bestimmten Sache Ihr Leben lang mit Ablehnung gegenüber standen. Wenn Sie das Ganze gut überlegen, können Sie auch sagen: "Was soll’s, es ist doch bloß Urin, aber eben auf seinem Körper."

 



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