Karezza oder Sex ohne Samenerguss
Karezza intensiviert das Lustempfinden und stärkt die Bindung zwischen den Partnern. Bei Karezza verzichtet der Mann auf die Ejakulation.
Karezza bedeutet für die Frau zahlreiche Orgasmus und für den Mann keinen Samenerguss.
Was ist Karezza?
Karezza ist eine Sexualpraktik, die über 100 Jahre alt ist. Karezza wurde von der Amerikanerin Alice Bunker Stockham (1833-1912) erfunden, die ihrer Zeit weit voraus war. Mit Karezza betrieb sie aufklärerische Arbeit, dass beide Geschlechter gleichberechtigt sind, dass sich der Mann Mühe bei der sexuellen Befriedigung der Frau geben sollte, sie wollte mit Karezza zur Geburtenkontrolle beitragen und die sexuelle Lust der Frau emanzipieren.
Sie beschrieb die Sexualpraktik Karezza 1896 in einem Büchlein mit dem Titel Karezza. Ethics of Marriage. Mit Karezza setzte sie sich für einen Geschlechtsverkehr ein, bei dem der Mann zwar in die Scheide eindringt, jedoch dort fast bewegungslos verweilt. Auf diese Weise verzichtet der Mann auf eine Penetration (zwar nicht unbedingt) und den abschließenden Orgasmus mit Samenerguss. Durch Karezza wird ein sehr intensives Lustempfinden und Zusammengehörigkeitsgefühl der Sexualpartner hervorgerufen.
Wie stellt man sich Karezza praktisch vor?
Um Karezza mit den einfachsten Worten zu beschreiben, kann man sagen, dass es sich dabei um endlosen Geschlechtsverkehr handelt, bei dem der Mann darauf aufpasst, keinen Samenerguss zu erleben, um somit der Frau zahlreiche Orgasmen zu bescheren und sie in den siebten Himmel zu hieven. Karezza bedeutet demnach den Himmel auf Erden für die Frau, wobei die ursprüngliche Variante neben der Samenergusskontrolle es auch vorsah, dass der Mann während des Verkehrs in der Scheide wartete, bis die Erektion abschlaffte. Wenn er weitermachen will, kann er das tun, wann er will.
Karezza erinnert natürlich an Tantra, das Sperma als geistlichen Brennstoff ansieht, den der Mann sorgsam aufbewahren sollte, während er aus der Vagina der Frau ihre Energie schöpft. Mit der Ejakulation würde er die ganze Energie und Mühe einfach verschwenden. Im Einklang mit dieser Überzeugung gibt es sehr viele Yoga-Stellungen, die Penetrationsbewegungen kaum ermöglichen, damit die Frau mehrere und der Mann am Ende nur einen Orgasmus erleben kann. Auf diese Weise bewahrt der Mann seinen Samen und erlebt einer meditativ-sexuelle Erfahrung, ein Art Tantrasex, der vom klassischen Tantrasex ein wenig abweicht.






























