Musik beim Sex kann Wunder bewirken!

4.07.2010 | Alexander F.

Der Einfluss von Musik ist größer, als Sie es wagen würden sich vorzustellen. Und wie sucht man die passende Musik zum Sex aus, damit er den Vorstellungen entspricht?

 

 

Musik beim Sex.

Musik beim Sex zu hören, kann erregend sein, wenn die Wahl auf die richtige Musikrichtung fällt. (PhotoXpress)

 

"Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, so gebt mir mehr", schrieb Shakespeare vor langer Zeit in seinem Spiel Was ihr wollt. Er war nicht der Einzige, dem bewusst war, dass sexuelle Aktivitäten, die von auserwählter Musik begleitet werden, gut tun. Musik schafft einen guten Hintergrund für die Atmosphäre und regt mit ihrer Epik die Phantasie, das Rhythmusgefühl und die Bewegungen an. Wenn Sie für Innovativität beim Sex aufgeschlossen sind, können sie auch Kopfhörer aufsetzen. In dem Fall dringt der Ton präziser in Ihre Gedanken ein und ich verspreche Ihnen, dass Sie die Fellatio („das Lecken seines Schlüssels zum Himmel“) oder den Cunnilingus („das Lecken ihres Tores zum Himmel“) intensiver genießen werden.

Wie wählt man die Musik und schließt sie in den Sex ein?

Es ist nicht unbedingt so, dass sich Ihre Lieblingsmusikrichtung aus der Kindheit und der Zeit des Heranwachsens mit Ihrem Musikgeschmack deckt, wenn Sie nackt sind. Rock 'n' Roll wird wegen seiner unmissverständlichen sexuellen Andeutungen und des schnellen Rhythmus nicht selten als die richtige Wahl angesehen, aber letztendlich zählt, was Sie von Musik und Sex halten. So kann Sie ein Meeresrauschen davontreiben, insbesondere, wenn es Ihre Erinnerungen an die Sommerromanze des letzten Sommers, die noch andauert, auffrischt. In einer Studie ist man zu interessanten Ergebnissen gekommen: Diejenigen, die Jazz hören, haben 34 % mehr Sex im Vergleich zu denjenigen, für die Pop das A und O ist. Vielleicht hatten Sie auch selbst schon einmal das Gefühl, dass das Saxofon mit seinem durchdringenden Ton eine faszinierende erotische, erregende und sexy Wirkung gleichzeitig haben kann. Am besten sollten es diejenigen wissen, die keine Lust auf Sex haben, da sie die aufkommenden Gefühle durch das Hören von klassischer Musik bekommen, die ihre Gedanken von der sexuellen Lust abbringt.

Einige Musikrichtungen stimulieren die Intelligenz und beeinflussen die Entwicklung des Kindes. Die Studie hat sogar ergeben, dass 3- bis 4-jährige Kinder, die ein Instrument lernen, ihre mentalen Fähigkeiten verbessern, da sich die neurologischen Verbindungen in diesem Alter sehr schnell bilden und ausbauen. Kinder, die täglich Klavierunterricht haben, sollen bei ihrer Tätigkeit und den Intelligenztests um 35 % besser abschneiden als Kinder, die einen Computerkurs besuchen. Beide Gruppen haben aber natürlich einen Vorteil gegenüber Kindern, die ihre Gehirnzellen auf kreative Weise ignorieren. Es geht aber noch weiter. »Heavy Metal« soll die Menschen trübe, unzufrieden und griesgrämig machen. Die meisten Menschen fühlen sich am wohlsten, wenn sie Musik mit einem Rhythmus mit zwischen 70 und 100 Schlägen pro Minute hören (um es sich besser vorstellen zu können: »House«-Musik liegt bei 125 bis 128 Schlägen), weil sie von der Dynamik her dem Herzschlag am nächsten ist. Die Frage, die sich jetzt stellt, bezieht sich auf Ihre Dynamik beim Sex. Sind Sie ein Leguan, für den die Suche nach Nahrung ein Extremsport ist, oder ein Hahn, der wegen seiner Polygamie jeden Morgen vor Begeisterung kräht? Wenn Sie eher elegant-groben, wuchtig-schlagkräftigen Sex ohne Einschränkungen mögen, dann wird auch die Wahl der Musik ähnlich ausfallen.

Denken Sie Musik oder pflastert Musik ihren Gedankenweg?

Steven Halpern, Doktor der Philosophie, ein hoch geschätzter Komponist und ein Musikkenner behauptet, dass das Musikhören „der Neuzeit“ von zwei Hauptgesetzen der Philosophie begleitet wird. Das erste sieht den menschliche Körper als Werkzeug. Der reagiert auf die Musik nicht nur mit seinen Ohren, sondern mit verschiedenen Organen in verschiedenen Frequenzlagen, ähnlich wie Klaviersaiten – der Körper als Musikinstrument. Damit steht das Gesetz der Unterhaltung in Verbindung: Der natürliche Rhythmus unserer Atmung und unseres Herzschlags können leicht durch einen gleichmäßigen rhythmischen Stimulus, der von außen kommt, übertönt werden. Um es zusammenzufassen: Sex sind Menschen, Musik sind Menschen, wie Sie das dann miteinander verbinden, hängt von Ihnen selbst ab. Größtenteils ist die Musik zu „aufdringlich“ und benötigt unsere Aufmerksamkeit, auch wenn sie nur hintergründig zu hören ist. Wir sind kulturell so erzogen, dass wir nur auf bestimmte Akkordmuster, Melodien und Ähnliches reagieren. Wird diese zu bekannt und zu vertraut, wirkt sie langweilig. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand wünscht, Musik beim Sex wechseln zu wollen.

Fragen Sie Brian Eno um Rat!

Der Komponist Brian Eno hat sich etwas ausgedacht, das Ihre Schlafzimmeraktivitäten bereichern kann. Stellen Sie Ihre Lautsprecher über das Bett, sodass ein Gefühl von Quadrophonie (Musikwiedergabe mit der ein Raumklang erzielt wird) entsteht, und Sie werden das Gefühl haben, von Tönen umgeben zu sein. Kurzum, wenn Sie beim Sex tanzen wollen, dann sollten Sie als Erstes Ihre Ohren aufsperren. Die Einwirkungen auf den oberen Teil des Körpers sollten Auswirkungen auf Ihre Beckenbewegungen haben.

 


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