Was tun, wenn der Sex nicht den Vorstellungen entspricht?

9.06.2010 | T. P.

Männer sind es gewöhnt, Leistung zu bringen. Was aber, wenn die Leistung ausbleibt? Da heißt es dann: Kühlen Kopf bewahren!

 

 

Unbefriedigender Geschlechtsverkehr.
Anspruchsvolle Frauen können sehr beanspruchend sein. Manchmal wirken sie dadurch auch auf das Stehvermögen unseres Liebeskriegers ein. (PhotoXpress)

 

Sie ist nicht gekommen!

Aus solchen und solchen Gründen wurde das Geschlechtsleben der Menschen in kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. Nach völliger Übermacht und dem Egoismus der Männer beim Geschlechtsverkehr, haben wir alles auf den Kopf gestellt und angefangen, den weiblichen Orgasmus zu verehren. Jemand, der seine Partnerin nicht zum Orgasmus bringen kann, gilt heutzutage als schlechter Liebhaber. In der Vergangenheit hat sich niemand damit groß befasst. Die Mehrheit der heutigen Männer strebt danach, die Partnerin zu befriedigen, sie zum Orgasmus zu bringen bzw. ihr zum Orgasmus zu verhelfen. Ein ehrenwertes Anliegen, dem große Bedeutung zugeschrieben wird. Die weibliche Sexualität kann jedoch nicht nur von der Handfertigkeit des Mannes abhängig sein. Manchmal geht es eben nicht, und daran sind nur selten die Männer schuld. Vielleicht werden Frauen dem nicht zustimmen, aber der weibliche Orgasmus ist nur etwas, was eine Frau erlebt und worum sie sich selber zu bemühen hat. Manchmal geht’s eben nicht. Sie kommt nicht, wir kommen zu früh, sie bekommt Schmerzen, kann sich kurz vor dem Orgasmus nicht entspannen, ihre Blase fängt an zu drücken. Machen Sie hier keinen Fehler und fangen Sie nicht an, sich selbst die Schuld dafür zu geben. Wir Männer sind hingebungsvoll und versuchen den Geschlechtsverkehr in den uns gegebenen Grenzen zu genießen. Alle darüber hinausgehenden Erwartungen sind irreal und unberechtigt. Es darf nicht passieren, dass ihr fehlender Orgasmus das Selbstbewusstsein des Mannes ankratzt. Wir haben uns nämlich zu nichts verpflichtet. Wir sind nicht dazu da, für die Orgasmen der Frauen zu sorgen, da wir dadurch bloß ihre Abhängigkeit von der Männerwelt bestärken würden, was jedoch nur selten einer Feministin auffällt.

Ich bin nicht gekommen!

Manchmal kommt auch so etwas vor. Wir haben Geschlechtsverkehr, wir genießen den Geschlechtsverkehr, alles zieht sich etwas hin und am Ende fehlt die Energie für einen Orgasmus. Viele Männer reiben sich lieber die Haut vom Penis ab, als dass ihre Partnerin merken sollte, dass er nicht gekommen ist. Ein Mann wäre in solch einem Fall nämlich nicht mehr ein Mann. Einige Männer verlangen von ihrer Partnerin Kunststücke aller Art und das Malträtieren des Penis endet schließlich mit einem schwachen Orgasmus und Muskelkrämpfen bei allen Beteiligten. So etwas macht keinen Sinn, und wenn Sie spüren sollten, dass sich Ihre Lust mindert, verstehen Sie dieses als ein klares Zeichen Ihres Körpers, dem es nicht mehr danach ist, noch mehr Energie zu verschwenden und dass mit dem Sexakt Schluss sein sollte. Dies hat meistens überhaupt nichts mit der Frau zu tun, mit der Sie geschlechtlich verkehren. Manchmal ist der Alkohol daran schuld, manchmal die Müdigkeit und manchmal ist es Ihnen einfach nicht danach. Es könnte auch sein, dass Sie sich von Ihrer Partnerin nicht angezogen fühlen, aber in der Regel ist das nicht der Grund. Unser Körper ist, wie er ist, und das Drängen auf den Orgasmus führt nur zu einem schwachen Orgasmus und zu Frustration. Erklären Sie ihr mit einem freundlichen Lächeln, dass es heute nichts mehr wird, und machen Sie einen Scherz auf Ihre eigenen Kosten. Wir brauchen keine Sexmaschinen zu sein, wir sind bloß Lebewesen aus Fleisch und Knochen, und da ist auch noch eine Seele mit dabei. Belasten Sie sich weder mit Ihrem Ansehen noch damit, was sie darüber denken könnte. Lassen Sie sich nicht von Stereotypen eindämmen. Gestehen Sie sich ein, dass es eben nicht geht und machen Sie etwas anderes. Sprechen Sie über Ihren Tag, nutzen Sie die Zeit für etwas Sinnvolles und nicht bloß zum Fleischkneten. In Ihrem Leben wird es noch genug Orgasmen geben.

Ein schlechter Tag oder das Nichtkennen des Partners

Geschlechtsverkehr mit einem neuen Partner macht immer sehr viel Spaß, auf der anderen Seite ist er jedoch auch ziemlich undankbar. Gerade dann, wenn wir uns im besten Licht zeigen möchten, schaffen wir dies in der Regel nicht und tun nichts so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir lesen sämtliche Ratschläge der Rubrik Sexy Tipps durch und sind gut mit Wissen und praktischen Ideen ausgestattet. Wir drücken, reiben, kneten, kreisen, lecken, beißen, bei ihr regt sich jedoch gar nichts. Uns fällt ein, dass, aha, wir es vielleicht anders angehen könnten, und reiben wieder, und kneten, und massieren, und atmen, und kreischen, und verausgaben uns und wieder Sense. Wir fragen sie, was ihr gefallen würde, sie erzählt es uns, aber wir stellen uns trotzdem an, als hätten wir zwei linke Hände und als hätten die zum ersten Mal einen Frauenkörper gesehen. Es geht nicht. Gut, wenn es eben nicht geht, dann geht es eben nicht!! Wir sollten lieber früher als später damit aufhören. Blicken wir tief in ihre Augen und geben mit einem Lächeln auf den Lippen zu: "Liebling, es ist so: Heute wird es nichts, weil es einfach nicht geht. Es ist nicht mein Tag und die Energie stimmt leider nicht. Sehen wir uns lieber einen Film an und gehen wir danach schlafen." Lassen Sie sich nicht von Ihrem Verstand niedermachen, wenn der Ihnen Signale geben sollte, dass Sie ein Loser seien, kein richtiger Mann oder dass ein „echter“ Mann immer seinen Mann steht. Und wenn Sie eine "anspruchsvollere" Frau haben sollten, dann lassen Sie sich nicht von ihr unterkriegen. Soll sie sich doch selbst helfen. Jede Aktion Ihrerseits würde bloß einen zusätzlichen Energieverschleiß bedeuten. Stehen Sie lieber auf und reparieren Sie zum Beispiel etwas im Haus. Sie werden männlicher aussehen, als wenn Sie sich um jeden Preis verausgaben wollten. Suchen Sie nach keinem Schuldigen und weisen Sie niemandem die Schuld zu. Nehmen Sie die Situation so an, wie sie tatsächlich ist. Wenn der Mann zum ersten Mal in seinem Leben versagt, ist es ein großer Schock für ihn. Gewöhnen Sie sich darum lieber daran und lernen Sie die Tatsache hinzunehmen, dass wir alle „bloß mit Wasser kochen“.

 

Übersetzungen

SLO | HRV | ENG | DEU | RUS

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