Museum der weiblichen Sexualerziehung

23.03.2012 | Izabela M

In der chinesischen Stadt Guangzhou wurde ein Museum der Sexualerziehung eröffnet, um ausschließlich Frauen in Sachen Sexualität zu unterrichten.

 

 

Museum der Sexualerziehung

Das Museum der Sexualerziehung bietet Chinesinnen Informationen über die Sexualität und einen verantwortungsvollen Geschlechtsverkehr. (PhotoXpress)

 

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Was bietet das Museum der Sexualerziehung?

Das Museum der Sexualerziehung bietet Informationen über die Fortpflanzung des Menschen an, die Besucherinnen lernen aber auch die männliche Denkweise über die Sexualität und den Geschlechtsverkehr kennen. Während die Männer in das Museum der Sexualerziehung keinen Eintritt haben, können sich Frauen in acht Gemächern über 500 ausgestellte Gegenstände ansehen. Sie können sich auch Filme und Fotos über die Schwangerschaft, die Abtreibung und Geburt eines Kindes ansehen, hinter denen sich höhere Absichten der chinesischen Regierung verstecken. Die Museumsbesitzer hoffen auf mindestens 200 Besucherinnen täglich und sie sind davon überzeugt, dass Frauen mit einem Museumsbesuch viele Informationen erhalten werden, die ihnen bei ihren Entscheidungen hinsichtlich der Sexualität, bei Beziehungsfragen und der Familienplanung weiterhelfen werden.

China braucht noch mehr solcher Projekte

Das erste Museum der Sexualerziehung in China, im Zentrum Shanghais, wurde im Jahr 1999 eröffnet. Weil die Museumseröffnung bei den Bewohnern der Stadt auf starke negative Kritik, Proteste und Ablehnung stieß, wurde das Museum der Sexualerziehung an den Stadtrand verlegt. Im Jahr 2000 startete der Verein zur Familienplanung ein fünfjähriges Projekt, um unter Jugendlichen und Heranwachsenden im ganzen Land eine gesunde Sexualität zu unterstützen und Information über die richtige Verhütungsmethode anzubieten. Ein Teil des Projektes war auch das Unterrichten über den HIV-Virus, der sich in China unaufhaltsam verbreitet und immer größere Ausmaße annimmt. Der Staat kämpft nämlich schon seit Jahren mit der eigenen unkontrollierten Natalität und dem Schwindel erregenden Anstieg von Geschlechtskrankheiten. Die Politik der Geburtenkontrolle wurde schon im Jahr 1979 eingeführt. Beim Versuch, die Natalität einzugrenzen, führte der Staat einige Maßnahmen ein, die leider nur langsam Ergebnisse zeigen. Der Staat bot unterschiedliche soziale Begünstigungen Familien mit nur einem Kind an und informierte seine Einwohner mit Jumbo-Plakaten, auf denen glückliche Familien mit nur einem Kind zu sehen waren, über die Geburtenkontrolle.

Die drastische Einwohnerzahl ist noch immer Grund für die vielen Geschlechtkrankheiten. Fachleute schätzen, dass sich die Zahl der HIV-Infizierten zwischen 430.000 und 1,5 Millionen bewegt. Gerade aus diesem Grund sind sie der Meinung, dass Museen und ähnliche Informationsquellen über die Sexualität unabdingbar sind. China will die Politik der Geburtenkontrolle nämlich noch weitere zehn Jahre beibehalten. Bis dahin sollte sich die Lage normalisiert haben.

 

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