Wird Sex durch eine virtuelle Beziehung ersetzt?

16.08.2012 | Alexander F.

Haben Sie schon daran gedacht, dass es leichter wäre, eine virtuelle Beziehung zu führen? Dann stehen Sie mit Ihrer Meinung nicht alleine da.

 

 

virtuelle Beziehung

Eine virtuelle Beziehung könnte der Grund dafür sein, wieso die Leidenschaft gegenüber dem realen Partner abklingt. (PhotoXpress)

 

Einfacher Weg zum Sex

Gemeinsamer Zeitvertreib und gegenseitiges „Anmachen“ über die sozialen Netzwerke im Internet können die Verwirklichung des Ratschlags im Untertitel erschweren, zusätzliche Würze wird der Sache durch den Umstand der sofortigen Selbstbefriedigung über die kostenlosen pornografischen Internetseiten verliehen. Wie soll demnach sie/er „das gewisse Etwas“ beibehalten, wenn den Benutzer ein einfacher Mausklick von zahlreichen erotischen Interaktionen trennt? Das Ganze kann ganz einfach bei der Arbeit seinen Anfang nehmen, zumindest der erste Teil, der das Anmachen betrifft. Kurzum, Gelegenheiten bieten sich wie Sand am Meer, wodurch auch der Status der „Beziehung, die dauert“, vor einer Herausforderung steht.

Eine virtuelle Beziehung ist keine sexuelle

Internetwerkzeuge sind bekanntermaßen zur Bildung und Unterhaltung von Freundschaften gedacht, was sie im Grunde genommen auch tun. Es existiert aber auch die Möglichkeit zu flirten, die den Anlass zur Entwicklung einer virtuellen Sexualität bilden kann, die zu (Re)-Aktionen im wirklichen Leben anregen können. Das Flirten entwickelt sich im Cyberraum, wenn das Interesse an Intimität beziehungsweise die gegenseitige Anziehungskraft unter den Usern steigt. Das Flirten umfasst das Anmachen und die sexuellen Andeutungen, wobei über die Korrespondenz ein Prozess gestartet wird, bei dem man „den Körper einer bestimmten Person in Gedanken mithilfe der ausgetauschten Texte rekonstruiert und die Grenze zwischen Realität und Fiktion aufgrund der eigenen Vorstellungskraft verwischt wird“ (Whitty, 2003). Die eigene Vorstellungskraft spielt hierbei die Schlüsselrolle.

Eine virtuelle Beziehung regt die Fantasie mehr an

Sollte sich einer der Facebook-Freunde mehr als nur einen einmaligen Nachrichtenaustausch wünschen, bietet sich ihm über die privaten Nachrichten ein extrem einfacher Weg zur Versendung seines Sex-Appeals. Obwohl die Körperlichkeit auf eine bestimmte Weise vorhanden ist, basiert sie lediglich auf dem Beschriebenen. Daraus kann man schließen, dass die Vorstellungskraft der einzelnen Person stark von den Einzelheiten und der verschönerten (schöner als der aktuelle Partner?), idealisierten Form der Personenbeschreibung, mit der man flirtet, abhängig ist.

Gerade diese Vorstellung über die Person, mit der man flirtet und die vollkommen abwegig sein kann, beflügelt, weckt das Verlangen und dadurch den Wunsch nach Interaktion und Verführung. Wogegen im „realen“ Leben der Partner davon ausgeht, eine Anziehungskraft auf Sie auszustrahlen wie noch nie zuvor. Vielleicht tut er dasselbe wie Sie, was bedeutet, dass das Ergebnis ausgeglichen ist – Ihre Beziehung erinnert an Versteckspiele unter dem Vorwand, dass alles „klappt“. Im Grunde genommen „klickt“ es jedoch immer häufiger.

Ist lediglich das Wahren eines positiven Selbstbildes der Grund für eine virtuelle Beziehung?

Feinberg ist der Überzeugung, dass neben der gegenseitigen sexuellen Erregung das eigentliche Ziel und der Sinn des Flirtens darin liegen, zu verführen, die Grenzen der gegenseitigen Attraktivität zu testen und sich die Zeit zu vertreiben. Das Ganze kann man auch als ein Spiel verstehen, dessen Intention es ist, ein positives Selbstbild zu wahren und das Selbstbewusstsein zu stärken. Die körperliche Anwesenheit setzt die Möglichkeit voraus, beschämt und zurückgewiesen zu werden, die beide im Cyberraum geringer sind, da die Personen gewandter und selbstbewusster rüberkommen können, auch wenn sie im wirklichen Leben etwas tollpatschig und schüchtern sind. Die Angst vor der Zurückweisung existiert im Cyberraum nicht, sollte man jedoch trotzdem zurückgewiesen werden, wird der Zurückweisung keine tiefere Bedeutung zugeschrieben, da das Ganze einfach nur ein Experiment war.

Kontrolle über die Beziehung

Die Beliebtheit virtueller Beziehungen ist auch deswegen so hoch, weil einem der virtuelle Raum Kontrolle ermöglicht. Man kann einfach das Tempo bestimmen, mit der die virtuelle Beziehung fortschreiten soll, im Unterschied zu alltäglichen Beziehungen, die wegen ihrer (für gewöhnlich) spontanen Natur voll von unbedachten Reaktionen und unerwarteten Folgen sind. Aus diesem Grund sind virtuelle Beziehungen eine erfreuliche Erfahrung, deren Ablauf und Inhalt nach Belieben gestaltet werden können. Die Wahrscheinlichkeit, sich nie im wirklichen Leben persönlich über den Weg zu laufen, ist sehr groß, oder mit den Worten von Andy Warhol: „Die aufwühlendste Anziehungskraft existiert zwischen zwei Menschen, die sich nie im Leben treffen." Unter Zuhilfenahme dieses Gedankens kann das Lebensrätsel über den idealen Partner gelöst werden. Dieser ist ideal, weil man ihn nie treffen wird! Wie die Legende vom Einhorn – jeder kennt es, aber noch keiner hat es je gesehen. Aber dieses soll existieren, weswegen man auch weitersucht.

Wenn die virtuelle Beziehung zum Ultimativen wird

Virtueller Sex spielt sich in Gedanken ab, was wiederum darauf zeigt, was für eine wichtige Rolle die Fantasie für ein Individuum und die partnerschaftliche Beziehung im Allgemeinem spielt (und vernachlässigt wird). Das bestätigt auch die Aussage einer Userin der virtuellen sexuellen Kommunikation, deren langjährige Beziehung wegen der virtuellen Beziehung fast in die Brüche ging, weil, wie sie sagt, „der virtuelle Liebhaber alle meine Fantasien befriedigen konnte“. Aus diesem Grund fing sie an, die virtuelle Erfahrung auch mit ihrem Partner auszuüben, wodurch die alte Flamme wieder entfacht wurde.

Zeugt eine virtuelle Beziehung auch von Untreue?

Eine virtuelle Beziehung hat einen großen Einfluss auf das allgemeine Verständnis der Partnerbeziehung. Es werden sowohl die Dimensionen der Bildung der partnerschaftlichen Beziehung, deren Verständnis sowie das Verständnis von Liebe verändert. Die Untreue beginnt dort, wo Ihre Versuche, die virtuelle Beziehung vor dem Partner zu verstecken, beginnen.

Facebook eignet sich hervorragend als Kanal zur Übertragung von sexuellen Ungezogenheiten, es ermöglicht Ihnen das, was der wirkliche Partner auf der anderen Seite jenseits des Bildschirms vermisst – die Nähe, die man der Person aus der virtuellen Beziehung schenkt.

 

 


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